Erstellt am 04. Februar 2011, 09:39

2010 Rekord bei offenen Stellen. Einen Rekord bei den gemeldeten offenen Stellen meldet das Arbeitsmarktservice (AMS) für 2010: Mit insgesamt 404.733 Jobzugängen wurden dem AMS um 14,3 Prozent oder um 50.575 mehr freie Stellen gemeldet als noch im Jahr 2009.

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Im Zehn-Jahresvergleich konnte die Zahl der zur Besetzung gemeldeten Stellen sogar um 92.501 oder 29,6 Prozent gesteigert werden.

Erfreulich dabei sei, dass ein Großteil des Stellenzuwachses auf Ganztagsjobs entfällt, betonte AMS-Vorstand Johannes Kopf am Freitag zur APA. Denn 74 Prozent der gemeldeten Stellen waren Vollzeitarbeitsplätze, 17 Prozent Teilzeitjobs und in neun Prozent der gemeldeten Stellen waren für die Unternehmen beide Varianten möglich.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist in fast allen Branchen gestiegen. Den absolut größten Stellenzuwachs gab es bei den unternehmensbezogenen Dienstleistungen. Dort wurden im Vorjahr insgesamt 111.728 freie Stellen gemeldet (um 30,5 Prozent oder 26.131 Stellen mehr als im Jahr 2009). Mit insgesamt 86.068 freien Stellen gab es auch im Bereich Beherbergung und Gastronomie eine kräftige Nachfrage nach Arbeitskräften (plus 2,5 Prozent oder 2.136), ebenso wie der Handel mit 54.993 freien Arbeitsplätzen (plus 12,4 Prozent oder 6.065 Jobs). In der Baubranche nahm die Zahl der freien Stellen leicht zu (plus 0,9 Prozent oder 212 auf insgesamt 23.214 Stellen).

Die Bemühungen um Stellen für Höherqualifizierte habe Wirkung gezeigt, sagte Kopf. Im Vorjahr konnten um rund 23.000 mehr Stellen mit Lehrausbildungsniveau und um 5.700 mehr freie Stellen mit höherer Ausbildung akquiriert werden als 2009.

Vom Rekordzugang an offenen Stellen profitierten alle Bundesländer. Den relativ stärksten Stellenzugang im Jahr 2010 verzeichneten die Steiermark (plus 26,3 Prozent), Vorarlberg (plus 23,3 Prozent), Oberösterreich (plus 15,8 Prozent), Wien (plus 14,5 Prozent) und Tirol (plus 14,3 Prozent). Auch in Niederösterreich (plus 10 Prozent), im Burgenland (plus 7,9 Prozent), Salzburg (plus 7,5 Prozent) und in Kärnten (plus 5,5 Prozent) gab es Zuwächse gegenüber 2009.