Erstellt am 20. Dezember 2011, 13:04

2011 trotz Finanzkrise weniger Insolvenzen. Trotz Wirtschaftskrise gibt es 2011 sowohl bei den Privat- als auch den Firmenkunden eine positive Entwicklung.

Über 3.255 Unternehmen wurden Insolvenzverfahren eröffnet, ein Minus von fast acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die mangels Vermögens nicht eröffneten Verfahren sanken um ca. neun Prozent. Zusammen ergibt das 5.856 Pleitefirmen bzw. einen Rückgang von 8 Prozent, teilte der KSV1870 mit.

Der Kreditschutzverband ist auch für 2012 optimistisch, eine Kreditklemme habe es heuer nicht gegeben und werde auch für das kommende Jahr nicht erwartet.

Eine erfreuliche Entwicklung gibt es ebenfalls bei den Privatinsolvenzen, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht so wirkt. Die Zahl der eröffneten Verfahren stieg heuer um 6,2 Prozent auf 9.590. Pro Gerichtstag entspricht dies 36 Personen, die eine Schuldenregulierung anstreben. Dass eine steigende Zahl positiv ist, liegt daran, dass nur jene Personen einen Privatkonkurs anstreben können, die über ein geregeltes Einkommen verfügen und die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sie die vereinbarte Rückzahlungsquote auch bedienen können.

Insgesamt sind in Österreich nach Einschätzung des KSV 100.000 bis 150.000 Personen pleite. Rund 2,8 Millionen Einwohner haben einen Kredit laufen, 0,4 Prozent davon können nicht bedient werden.