Erstellt am 02. Mai 2012, 10:03

2012 gedämpften Bauinvestitionen droht 2013 stärkerer Rückgang. Differenzierte Aussichten für den österreichischen Wohnbau im heurigen Jahr hat das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) am Mittwoch prognostiziert.

Konsolidierungsbestrebungen der öffentlichen Haushalte und die Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung dämpften die Bauinvestitionen weiterhin, hieß es in einer Aussendung. Die Zahl der Baubewilligungen werde im Vergleich zu 2011 um ein Prozent - auf rund 42.700 - sinken, sich aber leicht über dem Schnitt der vergangenen Jahre halten.
 
Diese Entwicklung spiegle das beschleunigte Wirtschaftswachstum 2011 und die (erwartete) Dämpfung der Konjunktur im heurigen Jahr wider. 2011 waren Baubewilligungen für 43.000 Einheiten erteilt worden, was gegenüber 2010 einem Plus von neun Prozent entsprach. Heuer werden laut Wifo Bewilligungen für 18.800 Einfamilienhäuser und 23.900 Wohnungen in mehrgeschoßigen Wohnbauten erteilt.
 
Für 2013 drohe ein "kräftigerer Rückgang" um drei Prozent auf insgesamt 41.400 Einheiten. Mögliche Kürzungen der Wohnbauförderung würden dabei verstärkt den Mehrgeschoßbau treffen. Die angespannte Lage am Arbeitsmarkt dürfte die Nachfrage nach neuen Einfamilienhäusern zusätzlich dämpfen. Insgesamt bleibe das Bauwesen bis 2013 - wie in den vergangenen Jahren - hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zurück. Die Bauwirtschaft profitiere weniger vom erwarteten Aufschwung, weil dieser primär vom Außenhandel getragen werde