Erstellt am 23. Januar 2011, 10:37

25 Prozent mehr Betriebsansiedlungen 2010. Die österreichische Betriebsansiedlungsgesellschaft ABA (Austrian Business Agency) hat im vergangenen Jahr in Österreich um 25 Prozent mehr Firmen angesiedelt. Die Investitionen haben 1.383 neue Arbeitsplätze geschaffen.

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In erfolgreichen Projekten gemessen war 2010 nach 2008 und 2007 das bisher dritterfolgreichste Jahr der staatlichen Betriebsansiedler, teilte das Wirtschaftsministerium am Sonntag mit.

"Wir werden weiterhin vom Aufschwung der deutschen Wirtschaft und der Drehscheiben-Funktion Österreichs in Richtung Ost- und Südosteuropa profitieren", erwartet Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V), der sich speziell über die erfolgreiche Ansiedlung von Unternehmenszentralfunktionen freut: "Unsere zusätzlichen Mittel für eine Headquarter- und Forschungs-Kampagne haben sich ausgezahlt." 2010 hat die ABA fünf neue Headquarters und elf neue F&E-Einheiten angesiedelt. So eröffnete im vergangenen Jahr die amerikanische Webroot Software Inc aus Boulder in Linz einen Forschungs-Standort. Das Unternehmen hält in Internet-Security-Systemen weltweit eine bedeutende Marktposition.

Die ABA, die im Eigentum des Wirtschaftsministeriums steht, berät internationale Unternehmen u.a. kostenlos bei der Standortwahl und hilft in arbeits- und steuerrechtlichen Fragen.

Im Vorjahr hat die ABA gemeinsam mit den Betriebsansiedlungsgesellschaften der Bundesländer 198 internationale Unternehmen angesiedelt, die mit 221,1 Mio. Euro um 166 Prozent mehr in Österreich investiert haben als 2009. Als traditionell wichtigstes Investorland war Deutschland auch 2010 mit 42 Prozent aller Ansiedlungen (83 Unternehmen) Nummer Eins.

Gestiegen ist auch die Zahl der (süd)osteuropäischen Investoren. 2010 sind 45 (34) Unternehmen aus Süd/Osteuropa nach Österreich gekommen - 13 Unternehmen russischer Herkunft, elf aus Ungarn und acht aus Tschechien.

Seit Jahren steigend ist auch das Interesse von Investoren aus dem CEE/SEE-Raum an einer Ansiedlung in Österreich: 45 Unternehmen gegenüber 34 im Vorjahr siedelten sich 2010 in Österreich an - allen voran 13 Unternehmen russischer Herkunft, elf aus Ungarn und acht aus Tschechien. Auch das Interesse aus den anderen BRIC-Staaten hält an, im Vorjahr wurden 21 Investitionsprojekte umgesetzt.

Auch 2010 siedelte sich mit 98 die Mehrzahl der Unternehmen in Wien an (2009: 89). Stärkstes Bundesland nach Wien war Oberösterreich mit 21 Betriebsansiedlungen vor Niederösterreich mit 18. Siebzehn der von den staatlichen Ansiedlern betreuten Firmengründungen wurden in Salzburg, 14 in Tirol, 13 in Kärnten und neun in der Steiermark registriert, fünf in Vorarlberg, und drei im Burgenland.

Für heuer erwartet ABA-Chef Rene Siegl ein "moderates Wachstum". Aktuell würden 664 Projekte bearbeitet, dazu kämen Sonderprojekte wie etwa zum Forschungsplatz Österreich.