Erstellt am 18. Dezember 2010, 19:54

4. Einkaufssamstag - Schnee bremste Kauflust der Burgenländer kaum. Wirtschaftskammer ist zufrieden: "Guter Samstag trotz schlechtem Wetter." Der Handel erwartet ein leichtes Umsatzplus: "Man merkt schon den Endspurt."

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Auch über das Burgenland hat der Winter in der Nacht zum vierten Einkaufssamstag die weiße Flockenpracht ausgebreitet. Der Schnee hat die Burgenländer am Vormittag zwar etwas gebremst, ihre Kauflust aber kaum verringert. "Ein guter Samstag trotz schlechtem Wetter", lautete das Resümee der Wirtschaftskammer. In den großen Einkaufszentren ist man mit dem Weihnachtsgeschäft bisher ebenfalls zufrieden.

Im burgenländischen Handel erwarte man in Summe heuer ein leichtes Umsatzplus im Vergleich zum Weihnachtsgeschäft des Vorjahres. "Die vier Einkaufssamstage waren sehr stark und jetzt haben wir noch fast eine ganze Woche bis zum Heiligen Abend, die zum Shoppen genutzt werden kann", so Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth. Landesweit gibt es rund 2.200 Einzelhandelsbetriebe mit 5.500 Beschäftigen. Im Vorjahr wurden im Weihnachtseinkauf rund 35 Mio. Euro umgesetzt.

Auf "ein sehr zufriedenstellendes Weihnachtsgeschäft" mit kaufkräftigen Kunden blickt man auch im Designer Outlet Parndorf zurück, so Country Manager Thomas Reichenauer. Gut angekommen sei, dass man in den Shops am 8. Dezember mit dem Winterschlussverkauf begonnen habe. Auch am heutigen Einkaufssamstag seien die Parkmöglichkeiten gut angenommen worden, die neue Autobahnabfahrt funktioniere im Hinblick auf den Verkehr gut. Im Designer Outlet hat kürzlich ein weiterer Shop geöffnet. Trotz Winterwetters sei auch die Bautätigkeit für die Phase Vier im Gange. Beim Umsatz werde man "ein Plus zum Vorjahr haben", schätzt Reichenauer.

Schneebedingt hat laut Wirtschaftskammer der Kundenzustrom zu den Geschäften im Burgenland heute etwas später eingesetzt. Vom Umsatz her hätten heute Parfümerien und der Buchhandel profitiert, Uhren und Schmuck wurden ebenfalls wieder stark nachgefragt. Das Winterwetter habe zum Teil auch einen positiven Nebeneffekt mit sich gebracht: In den Städten hätten Kunden, die weiter wegfahren wollten, angesichts des Wetters diesmal in ihrer näheren Umgebung nach den passenden Weihnachtsgeschenken gesucht.

Auch in Oberwart habe man in der Früh den Schnee etwas gespürt. Im Einkaufszentrum Oberwart sei deshalb das Geschäft um etwa eine Stunde später angelaufen, berichtete Centermanagerin Alexandra Wieseneder. Dann begann sich das Center mit Kunden zu füllen. "Man merkt auch schon den Endspurt", schließlich bleiben nur mehr wenige Tage Zeit bis Weihnachten. Auch im Einkaufszentrum Oberwart werde man den Umsatz des Vorjahres erreichen. Vielleicht liege man auch etwas drüber, schätzte Wieseneder.