Erstellt am 23. März 2011, 13:42

55 Mio. Euro für Bahnausbau. Über die weitere Vorgangsweise zum Ausbau der Bahn im Burgenland haben sich am Mittwoch Infrastrukturministerin Doris Bures und Landeshauptmann Hans Niessl bei einem Gespräch in Eisenstadt geeinigt. Bis Herbst soll ein Gesamtverkehrskonzept für den Schienenverkehr erstellt werden.

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Mit vier Projekten, darunter die Schleife Ebenfurth, will man in die Planungsphase gehen. Bis 2016 werde man 55 Mio. Euro in die Schieneninfrastruktur investieren, so Bures bei einer Pressekonferenz.

Beide Politiker unterschrieben eine "Absichtserklärung über die Weiterentwicklung der Eisenbahninfrastruktur im Burgenland". Vom Bau der Schleife Ebenfurth auf niederösterreichischem Gebiet würden fast ausschließlich burgenländische Pendler profitieren, so Niessl. Ebenfalls zu den geplanten Vorhaben zählt die Attraktivierung und Elektrifizierung der Strecke Wiener Neustadt - Loipersbach - Schattendorf. Außerdem soll es eine "Infrastrukturbetrachtung samt einer Potenzialanalyse" für eine Schleife Parndorf geben, die wichtig für eine Direktverbindung Sopron - Eisenstadt - Parndorf - Bratislava wäre, so Niessl.

Weiters geplant seien eine Haltestelle für einen Zubringer beim Designer-Outlet Parndorf und die Attraktivierung des Bahnhofes Deutschkreutz. Bis 2016 seien auch Maßnahmen im bestehenden Bahnnetz, wie die Beseitigung von Langsamfahrstrecken über die Sicherung von Eisenbahnkreuzungen vorgesehen, so Bures. Auf der mittlerweile elektrifizierten Strecke Neusiedl am See - Eisenstadt - Wulkaprodersdorf habe die tägliche Fahrgästezahl innerhalb von zwei Jahren von 1.400 auf mittlerweile 2.000 zugenommen.

Dass die Schleife Eisenstadt noch nicht gebaut wird, liege an den laufenden Verfahren aufgrund von Einsprüchen: "Das Geld steht bereit - sowohl vonseiten des Bundes als auch vonseiten des Landes", sagte Niessl. Gültige Bescheide könnte es bis Ende des Jahres geben.

Derzeit würden im gesamten Burgenland die Frequenzen in der Bahn und in den Bussen überprüft, so der Landeshauptmann. Dort wo gleichzeitig Bus und Bahn fahren, wolle man diese Parallelverkehre wenn möglich einstellen. In den kommenden Wochen sollen die Daten vorliegen. Dann werde man prüfen und entscheiden.