Erstellt am 21. Juni 2015, 11:27

550-Tonnen-Sondertransport erfolgreich über die A 4 gelotst. 550 Tonnen schwer, knapp sieben Meter hoch und über sechs Meter breit war der Sondertransport der XXXL-Klasse, der in der Nacht von 20. auf 21. Juni in knapp vier Stunden vom Albener Hafen in die Raffinerie Schwechat gelotst worden war.

 |  NOEN, ASFINAG
Mehr als 10.000 Sondertransporte werden jährlich über Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen gelotst. In der Nacht von Samstag auf Sonntag überquerte ein XXXL-Sondertransport ungewöhnlichen Ausmaßes die Ost-Autobahn.

Der 550 Tonnen Transporter hatte eine Höhe von stolzen sieben Metern und war mehr als sechs Meter breit. „Das besondere bei diesem Transport war die Kombination des schweren Gewichtes und der Höhe“, betont Josef Fiala, Geschäftsführer der ASFINAG Service GmbH, dafür mussten wir auch einen elektronischen Überkopfanzeiger abmontieren und die Mitteltrennung der A 4 öffnen.“

Vom Albener Hafen in die Raffinerie Schwechat benötigte der Mega-Transporter rund vier Stunden – zum Vergleich: ein normaler Pkw benötigt für die Strecke weniger als 15 Minuten. Der Sondertransport der Extra-Klasse hat punktgenau um 1.30 Uhr die A 4 wieder verlassen und die ASFINAG konnte alle Rückbau-Maßnahmen wie das Schließen der Mitteltrennung und das Wiedereinhängen des Überkopfwegweisers abschließen.

Genauester Planungsablauf für XXXL-Sondertransport

Dr. Fiala führt aus: „Das Auswählen der richtigen Route über unsere Autobahnen und Schnellstraßen ist bei solch einem Transport das um und auf. Nicht nur Baustellen und Steigungsstrecken sind zu berücksichtigen; es muss auch überlegt werden, ob solche Transporte aufgrund ihrer Höhe unter den Überkopf-Einrichtungen durch kommen. Das bedeutet für uns, vor der Erteilung einer Routengenehmigung muss so ein Riesen-Transport ganz genau durchgeplant werden.“

Damit stellt die ASFINAG sicher, dass die Infrastruktur auf und neben der Strecke nicht beschädigt wird und derartige Sondertransporte gefahrlos durchzuführen sind.

Die Prüfungen erstrecken sich dabei immer auf den Fahrzeitpunkt. So wird auch auf Verkehrsfrequenzen und besondere Ereignisse wie Ferienbeginne oder Veranstaltungen geachtet. In den Sondertransport-Bewilligungen sind dann alle Einzelheiten genau angeführt. Von der zu befahrenden Strecke über die erlaubten Höchstgeschwindigkeiten bis zu Anweisung ob Streckenabschnitte nur mit Schleusung befahren werden dürfen.

24 Stunden vor Fahrtantritt muss sich jeder Fahrer eines Schwertransportes bei der ASFINAG anmelden. Fiala abschließend: „Nur wenn das gesamte Prozedere eingehalten wird, können wir eine geordnete, problemlose Sondertransport-Fahrt gewährleisten“.