Erstellt am 18. Juni 2015, 16:17

550-Tonnen-Sondertransport rollt Samstagnacht über A4. 550 Tonnen schwer, knapp sieben Meter hoch und über sechs Meter breit ist der Sondertransport der XXXL-Klasse, der in der Nacht von 20. auf 21. Juni vom Alberner Hafen die Raffinerie Schwechat ansteuert.

 |  NOEN, Symbolbild
Für rund eine Stunde muss für den Mega-Transporter, der Raffinerie-Anlagenteil für Schwechat anliefert, der Verkehr auf der A4 Ost-Autobahn in beiden Richtungen immer wieder für rund 20 Minuten angehalten werden. „Wir haben Routine mit Sondertransporten“, sagt Josef Fiala, Geschäftsführer der ASFINAG Service Gesellschaft, „über unser Netz gehen im Jahr mehr als 10.000 Sondertransporte. Aber dieser 550 Tonnen Riese ist auch für uns eine besondere Herausforderung.“

Auf der A 4 wird dafür ein elektronischer Überkopfanzeiger demontiert und die Mitteltrennung beider Richtungsfahrbahnen geöffnet. Fiala dazu: „Der Sondertransport wird durch den Mittelstreifen von der Fahrtrichtung Wien auf die Fahrtrichtung Nickelsdorf wechseln, um dann bei der Behelfsausfahrt direkt auf das Gelände der Raffinerie Schwechat zu fahren zu. Er ist einfach zu überdimensional um auf herkömmlichen Wegen Schwechat anzufahren.“

Verkehrsanhaltungen auf der A4

Am kommenden Wochenende von Sonntag, 21.6., ab 1.00 Uhr  bis etwa 2.00 Uhr wird es auf der A 4 dann zwischen dem Knoten Schwechat und der Anschlussstelle Flughafen durch Verkehrsanhaltungen durch die Polizei – Dauer rund jeweils bis zu 20 Minuten – zu Verkehrsbehinderungen kommen. Mögliche Umfahrung für die Fahrt zum Flughafen:
  • von Ungarn kommend über die Anschlussstelle Fischamend und auf die B 9

  • aus Wien kommend auf die S1 bis Schwechat Ost und dann auf die B 9

  • aus dem Süden vom Knoten Vösendorf kommend ebenfalls bis Schwechat Ost und dann über die B 9

Bereits im Vorfeld wird ab Samstag, 20. Juni, ab 20 Uhr bis Sonntag, 21. Juni, bis 6 Uhr auf der A4 in beiden Richtungen die Überholspur gesperrt. In dieser Zeit werden zuerst die Öffnung der Fahrbahn-Mitteltrennung und die Aushebung der elektronischen Überkopfanzeiger vorbereitet und nach Abschluss des Sondertransportes die Mitteltrennung wieder geschlossen und der Überkopfanzeiger wieder eingehängt.

Genauester Planungsablauf für XXXL-Sondertransport

Vor der Erteilung einer Routengenehmigung werden spezielle Prüfungen vorgenommen. Damit wird sichergestellt, dass vorhandenen Baustellen breit genug zum Befahren sind, Beschilderungen nicht beschädigt werden und Brücken hoch genug sind, um gefahrlos durchzufahren.

Die Prüfungen erstrecken sich auch auf den Fahrzeitpunkt. So wird auf Verkehrsfrequenzen und besondere Ereignisse wie Ferienbeginne oder Veranstaltungen geachtet. In den Sondertransport-Bewilligungen sind dann alle Einzelheiten genau angeführt. Von der zu befahrenden Strecke über die erlaubten Höchstgeschwindigkeiten bis zu Anweisung ob Streckenabschnitte nur mit Schleusung befahren werden dürfen.
 
24 Stunden vor Fahrtantritt muss sich jeder Fahrer eines Schwertransportes bei der ASFINAG anmelden. Nur die professionelle Planung und die Einhaltung aller vorgegebenen Punkte sind der Garant für die problemlose Abwicklung von Sondertransporten.