Erstellt am 10. Dezember 2011, 08:25

73 Millionen Euro an Spenden abgesetzt. Im ersten Jahr seit der Einführung der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden für mildtätige Organisationen 2009 wurden 66 Mio. Euro an solchen Spenden geltend gemacht. Weitere sieben Mio. Euro wurden für Spenden für den Bereich Forschung und Lehre von der Steuer abgesetzt.

Der Steuerausfall betrug 27 Mio. Euro, wobei 24 Mio. Euro davon auf mildtätige Zwecke entfielen, wie aus Zahlen des Finanzministeriums hervorgeht. Gemessen am gesamten Spendenaufkommen, das sich 2009 auf 390 Mio. Euro belief, wurden nur knapp 20 Prozent aller Spenden von der Steuer abgesetzt.

Insgesamt haben rund 388.000 Steuerpflichtige von der Möglichkeit, Spenden abzusetzen, Gebrauch gemacht. Das sind zehn Prozent der 3,8 Millionen Steuerpflichtigen, die bis Dezember 2011 eine Arbeitnehmer- bzw. Einkommenssteuerveranlagung für das Jahr 2009 vorgenommen haben. Der Großteil, 355.000, machte dabei Spenden für mildtätige Organisationen geltend. Für den Bereich Forschung und Lehre haben rund 33.000 Steuerpflichtige sieben Mio. Euro an Spenden geltend gemacht. Laut dem aktuellen Bericht des Fundraising Verbands bedeutet das einen starken Rückgang von 3,2 Mio. Euro gegenüber 2008.

Die Spendenabsetzbarkeit galt bisher nur für humanitäre Spenden und für den Bereich Forschung und Lehre. Als die Regierung die Absetzbarkeit von Spenden für mildtätige Zwecke beschloss, wurde mit einem Steuerausfall von 100 Mio. Euro gerechnet. Da dieser aber weit geringer ausfällt, ist noch Spielraum vorhanden, weswegen ab 2012 die Absetzbarkeit auch auf Spenden für Feuerwehren, Umwelt-, Natur- und Artenschutzvereine sowie Tierheime ausgeweitet wird.