Erstellt am 01. September 2011, 11:21

A-Tec-Chef Kovats kündigt Rücktritt an. A-Tec-Chef und Mehrheitseigentümer Mirko Kovats hat seinen Rücktritt bis zum Jahresende angekündigt, bestätigte eine Sprecherin des börsenotierten Mischkonzerns A-Tec einen Bericht des Magazins "Format".

Zuletzt waren die Rufe nach einem Abgang von Kovats immer deutlicher geworden, Kleinanlegervertreter Wilhelm Rasinger forderte am vergangenen Montag auch öffentlich seinen Rücktritt.

"Meine Aufgabe bei der A-Tec ist beendet, wenn ein Investor gefunden ist - der bestmögliche, hoffe ich", sagte Kovats. Sein Rücktritt komme nicht überraschend, da mit Investoren eine neue Mannschaft komme, als Schuldeingeständnis will er den Schritt aber nicht verstanden wissen. Bis Ende September muss ein Investor für die A-Tec gefunden werden, der rund 210 Mio. Euro auf den Tisch legt, um die mit den Gläubigern vereinbarte Quote von 47 Prozent zu erfüllen.

Sein Fehlen bei der gestrigen Hauptversammlung rechtfertigte er mit den Verhandlungen über den Einstieg eines neuen Investors bei der A-Tec. Zu den Gesprächen äußerte sich Kovats nicht, schoss aber gegen die tschechisch-slowakische Penta-Gruppe, die ein Angebot für die in Finanznöten befindliche A-Tec gelegt hatte. "Wir haben herausgefunden, dass frühere KGB-Mitglieder den Fonds gegründet haben und dass es nicht nachvollziehbar ist, woher das Geld stammt." Solange die Herkunft des Kapitals nicht geklärt sei, werde mit Penta nicht weiterverhandelt.

Kovats zufolge hat Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach zugunsten der tschechisch-slowakischen Gruppe lobbyiert. Dass der an A-Tec interessierte Investor Contor Industries eine Strohfirma der A-Tec sei, weist Kovats zurück. "Das ist lächerlich." Contor Industries wurde Kovats zufolge vom "selbstständigen Berater der A-Tec" Thomas Schätti gegründet - an der selben Firmenadresse wie die A-Tec. Auch den Vorwurf der mangelnden Transparenz lässt Kovats nicht gelten: "Wir verhandeln hinter den Kulissen um das beste Angebot."