Erstellt am 05. September 2011, 08:15

A-Tec nimmt Contor-Angebot an. Beim Verkauf und damit der Sanierung des börsenotierten Mischkonzerns A-Tec von Mirko Kovats, der im Oktober 2010 in die Insolvenz geschlittert ist, ist über das Wochenende eine Entscheidung gefallen.

Wie A-Tec am Montag früh mitteilte, wurde das Angebot der Contor Industries Gmbh vom 30. Juni angenommen. Damit werde die Sanierungsquote von 47 Prozent erfüllt.

Das Contor-Angebot setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem Angebot der Wolong Holding Group Co. Ltd über den Erwerb sämtlicher von A-Tec an der ATB Austria Antriebstechnik AG gehaltenen Aktien, dem Angebot der Solstice International Investments Inc zum Erwerb sämtlicher Anteile an der Minerals & Metals Holding GmbH und dem Angebot der PalmSquare International FZC über den Kauf des Kraftwerkes Voitsberg von der A-Tec Beteiligungs GmbH bzw. alternativ dazu das Angebot einer "Bridge"-Finanzierung von Wolong an A-Tec in erforderlichem Ausmaß.

Alle aus der Annahme der Angebote resultierenden Zahlungen haben bis spätestens 30. September auf das Treuhandkonto des A-Tec-Treuhänders Matthias Schmidt zu erfolgen. Die Zahlungen werden unter Berücksichtigung der bereits beim Treuhänder erliegenden Mittel die Erfüllung der Sanierungsplanquote ermöglichen, so A-Tec.

Die den Angeboten zugrundeliegenden Konzepte seien mit den wesentlichen in den einzelnen Divisionen finanzierenden Banken und Kreditversicherern erörtert und die Angebote in der Folge entsprechend den von diesen geäußerten Wünschen nachgebessert worden, heißt es weiter.

Contor Industries wurde Kovats zufolge vom "selbstständigen Berater der A-Tec" Thomas Schätti gegründet - an der selben Firmenadresse wie die A-Tec. Dass Contor eine Strohfirma der A-Tec sei, hatte Kovats zurückgewiesen.