Erstellt am 02. September 2011, 14:54

A-Tec-Sanierung in der Zielgeraden. Der Verkauf und damit die Sanierung des börsenotierten Mischkonzerns A-Tec von Mirko Kovats, der im Oktober 2010 in die Insolvenz geschlittert ist, geht in die Schlussphase. Bei der am Freitagnachmittag angesetzten Aufsichtsratssitzung soll die Weichenstellung erfolgen. Aufsichtsrat und Ex-Voest-Chef Franz Struzl wird daran aber nicht teilnehmen, so die A-Tec am Freitag im Gespräch mit der APA.

Der Verkauf und damit die Sanierung des börsenotierten Mischkonzerns A-Tec von Mirko Kovats, der im Oktober 2010 in die Insolvenz geschlittert ist, geht in die Schlussphase. Bei der am Freitagnachmittag angesetzten Aufsichtsratssitzung soll die Weichenstellung erfolgen. Aufsichtsrat und Ex-Voest-Chef Franz Struzl wird daran aber nicht teilnehmen, so die A-Tec am Freitag im Gespräch mit der APA.

Dass Struzl den Aufsichtsrat verlassen hätte, stimme aber nicht. "Sein Rücktritt wurde nicht akzeptiert." Im Rennen um die A-Tec ist die slowakisch-tschechische Finanzgruppe Penta sowie die Contor Industries, die von Thomas Schätti gegründet wurde, der der A-Tec nahesteht.

Am Donnerstag kündigte A-Tec-Chef Kovats überraschend seinen Rücktritt bis Jahresende an. Davor will Kovats noch den Einstieg eines Investors in trockene Tücher bringen. Dieser Schritt kam für Gläubigervertreter Hans-Georg Kantner vom KSV 1870 unerwartet. Die Gläubiger hätten dem Sanierungsplan mit Kovats an Bord zugestimmt. In Österreich sei es gut gelebte Praxis, dass Gläubiger einer Sanierung eines Unternehmens zustimmen, wobei das Management in der Regel am Ruder bleibe. Kantner hofft nun, dass es rasch zu einer Entscheidung in Sachen A-Tec kommt, denn die Frist bis 30 September schreite unweigerlich voran.

Der Mischkonzern ist im Oktober 2010 in die Insolvenz geschlittert. Ende Dezember wurde von den Gläubigern ein Sanierungsplan genehmigt, demzufolge ein Investor für das Unternehmen gefunden werden muss, der bis Ende September 2011 rund 210 Mio. Euro auf den Tisch legt, um die vereinbarte 47-prozentige Quote zu erfüllen. Gelingt dies nicht, dann ist Treuhänder Matthias Schmidt ermächtigt, den Konzern im Gläubigerinteresse zu verkaufen, womit eine Zerschlagung der A-Tec droht.