Erstellt am 01. Oktober 2011, 12:28

A-Tec-Treuhänder bestätigt separaten Verkauf. Matthias Schmidt, Treuhänder der A-Tec-Gläubiger hat am Samstagmorgen bestätigt, dass der laut Sanierungsplan geplante gemeinsame Verkauf der A-Tec-Teile gescheitert ist und dass nun Einzelteile getrennt verwertet werden.

"Die erforderlichen Geldmittel für die 47-prozentige Sanierungsquote sind zum 30. September nicht erlegt worden", sagte Schmidt in einer kurzen Stellungnahme.

"Ich habe von der mit in der Funktion als Treuhänder gegeben Vollmacht Gebrauch gemacht, es wird nun die Verwertung in einem geordneten Verkaufsprozess mit dem Ziel, das Bestmögliche für alle Beteiligten zu erreichen, begonnen." Gläubigersprecher Hans-Georg Kantner sieht in einer neuen Verkaufsrunde für die A-Tec weniger als Risiko denn als Chance auf mehr Interessenten und höhere Verkaufspreise: "Der Treuhänder wird mit Hilfe des Beratungsunternehmens Deloitte für alle drei Unternehmensteile einen geordneten Bieterprozess einleiten."

Dabei würden nicht nur die Unternehmen, die bereits eine Due Diligence durchgeführt haben, "sondern möglichst viele andere Interessenten eine faire Chance bekommen", sagte Kantner am Samstag. "Nicht nur Penta und Wolong (Interessenten in der gerade gescheiterten Runde, Anm.) stehen Gewehr bei Fuß."

Viele Beobachter rechnen freilich damit, dass der getrennte Verkauf geringere Erlöse als bisher erhofft bringen wird. Dass Kovats mit Klagen durch den Treuhänder zu rechnen habe, will der Experte der Gläubigerschutzorganisation KSV von 1870 nicht ausschließen, "das sind aber sicher nicht seine Prioritäten".

Die chinesische Wolong-Gruppe hat weiter Interesse am Kauf des Motorenproduzenten ATB. "Wenn neu ausgeschrieben wird, sind wir sicher wieder dabei", erklärte Jiangcheng Chen, Chairman des Unternehmens. "Wir streben jetzt den Abschluss über den Masseverwalter an."