Erstellt am 11. Juli 2011, 10:35

Absatzprobleme bei Biogetreide. Der Preisverlust beim Biogetreide führt zu Absatzproblemen. Nach dem Konkurs der Agentur für Biogetreide, dem einstmals größten Vermarkter in Österreich zog nun kurz vor der Ernte auch die Bio-Qualitätsgetreide (BQG) die Notbremse.

Die Gesellschaft, die mehrheitlich den Bio-Austria-Landesverbänden Niederösterreich und Burgenland gehört, wird heuer kein Getreide mehr übernehmen, sondern sich aus dem Geschäft zurückziehen, berichten die "Salzburger Nachrichten" (Montag-Ausgabe).

Damit müssen sich die Bauern neue Abnehmer suchen und auf bessere Preise hoffen. Zuletzt bewegten sich diese bei 220 Euro pro Tonne, was dem Preis von konventionellem Getreide entspricht. Neuer großer Player neben der Crop Control, einer Tochter der Saatbau Linz, und dem burgenländischen Händler Pinczker, ist die Raiffeisen Ware Austria (RWA). Die neu gegründete Tochtergesellschaft Biogetreide Austria (BGA) kauft über die Lagerhäuser heuer erstmals Biogetreide auf. Diese drei Unternehmen werden sich, so rechnet man in der Branche, rund 75 Prozent des Markts teilen.

Dem Bericht zufolge soll auch das "Zurück zum Ursprung"-Programm für den Diskonter Hofer betroffen sein, alternative Lieferanten seien aber bereits gefunden.