Erstellt am 07. September 2011, 11:15

Abschluss der UVP-Verhandlung für 3. Airport-Piste. Im Multiversum in Schwechat ist am Mittwoch wie geplant die mündliche öffentliche Verhandlung gemäß Paragraf 16 UVP-G 2000 (Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz 2000) zum geplanten Bau einer dritten Piste auf dem Flughafen Wien zu Ende gegangen. Ein Bescheid der NÖ Landesregierung - Genehmigung oder Abweisung des Projektes - wird Ende 2011/Anfang 2012 erwartet.

Blick auf den neuen Terminal Skylink am Flughafen Wien-Schwechat. Die dunkle Stufenverglasung bietet Schutz gegen die Sonne. Die Fenster mussten versetzt angeordnet werden, da große, glatte, spiegelnde Flächen die Radargeräte stören würden.APA/ JÄGER  |  NOEN

Im Multiversum in Schwechat ist am Mittwoch wie geplant die mündliche öffentliche Verhandlung gemäß Paragraf 16 UVP-G 2000 (Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz 2000) zum geplanten Bau einer dritten Piste auf dem Flughafen Wien zu Ende gegangen. Ein Bescheid der NÖ Landesregierung - Genehmigung oder Abweisung des Projektes - wird Ende 2011/Anfang 2012 erwartet.

Landwirtschaft, Veterinärmedizin und Naturschutz lauteten die Themen, die am letzten Tag der UVP-Verhandlung noch abzuhandeln waren. Das öffentliche Interesse blieb einmal mehr gering. Kaum 25 Personen saßen am Mittwochvormittag in den weitläufigen Zuhörerreihen. Platz gewesen wäre im Multiversum für 2.300. Der bestbesuchte Tag blieb daher mit Abstand jener zum Auftakt, als sich etwa 250 Personen in die Anwesenheitslisten eingetragen hatten.

Wie seit 29. August, dem Beginn der mündlichen Verhandlung, verlief die Diskussion im Saal ruhig und sachlich. Das strich auch die Behörde in ihrer "UVP-Nachlese" heraus. "Größter Brocken" war der Lärmschutz, der neben anderen Bereichen vergangene Woche drei Tage lang diskutiert worden war. 37 Redner hatten sich dabei zu Wort gemeldet. 17,5 Stunden wurde diskutiert und argumentiert.

In der Verhandlung nützten letztlich etwa 110 Redner in mehr als 38 Stunden mündlicher Erörterung die Möglichkeit, zum bzw. über das Projekt zu sprechen. Redezeitbeschränkungen waren laut Abteilung Umweltrecht beim Amt der NÖ Landesregierung an keinem der Tage erforderlich.

Die Behörde wird nun binnen einer Woche die Niederschrift der Verhandlung fertigstellen. Diese wird in der Folge drei Wochen lang beim Amt der NÖ Landesregierung in St. Pölten (Haus 16) und in den Standortgemeinden der geplanten dritten Piste - Schwechat, Fischamend, Klein-Neusiedl, Rauchenwarth und Schwadorf - öffentlich aufliegen.

Laut Umweltverträglichkeitsgutachten gilt die geplante "Parallelpiste 11R/29L" als umweltverträglich. Die Start- und Landebahn soll 3.680 Meter lang sein und sich 2.400 Meter südlich parallel zur bestehenden "Piste 11L/29R" befinden.