Erstellt am 24. September 2015, 09:12

von NÖN Redaktion

Abzocke bei Flüchtlingen? Taxler wehren sich. Die Innung hat eine Disziplinarkommission installiert, die sich um Unternehmen kümmert, die Flüchtlinge finanziell ausnimmt.

Rigoros. Spartenobmann Patrick Poten und Spartengeschäftsführer Bernhard Dillhof gehen gegen Wucherer vor.  |  NOEN, BVZ
Tagtäglich kommen tausende Flüchtlinge in Nickelsdorf, beziehungsweise in Heiligenkreuz an. Da etlichen der Abtransport zu langsam geht, nutzen viele Taxis, um zum Beispiel nach Wien zu kommen.

Wucherpreise bis zu 500 Euro

Bald war von einer „Goldgräberstimmung“ unter den Taxlern die Rede, bis zu 500 Euro sollen für die nicht einmal 80 Kilometer lange Strecke verlangt worden sein. Der ortsübliche Tarif liegt bei rund einem Euro pro Kilometer.

Aufgrund dieser Meldungen über Wucherpreise beim Flüchtlingsweitertransport von Nickelsdorf aus, reagiert nun die Taxi-Innung Burgenland.

Disziplinarkommission installiert

Die Fachgruppe der burgenländischen Taxiunternehmen hat gemeinsam mit der Wiener Innung eine Disziplinarkommission installiert, um die Vorgehensweise jener vereinzelten Taxifahrer, die in Nickelsdorf versuchen, aus der Notlage von Flüchtlingen Profit zu schlagen, zu sanktionieren.

„Wir verurteilen eine derartige Vorgehensweise aufs Allerschärfste. Jeder, der meint, aus der Not dieser Menschen ein Geschäft machen zu müssen, kann mit einer Anzeige und in der Folge mit dem Verlust der Fahrlizenz rechnen“, warnt der Obmann der burgenländischen Taxi-Innung, Patrick Poten.