Erstellt am 15. September 2011, 15:28

AK bekräftigt Forderung nach Inflationsabgeltung. Mit 3,4 Prozent Inflation auf Jahresbasis ist die Teuerung in Österreich im August hoch geblieben. Eine Woche vor Start der Herbstlohnrunde haben Arbeitnehmervertreter heute ihre Forderung nach Abgeltung der Inflationsrate bekräftigt.

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Besorgnis äußerte am Donnerstag die niederösterreichische Arbeiterkammer. AK-Präsident Hermann Haneder verlangte, dass in den Herbstlohnrunden einem weiteren Absinken der Kaufkraft gegengesteuert werden müsse. "Die Preise sind in den vergangenen zwölf Monaten um 3,4 Prozent gestiegen, das ist ein Prozentpunkt mehr als die Herbstlohnrunden im vergangenen Jahr den Arbeitnehmer gebracht haben", erinnerte AKNÖ-Expertin Claudia Tschernutter in einer Aussendung. Damit seien die Reallöhne gesunken.

Schon im Jahr 2010 sei die Kaufkraft in Österreich leicht gesunken, heuer werde das sogar deutlich der Fall sein. Nicht nur Konsumenten spürten dies stark. Das schmerze auch alle Unternehmen, die nicht exportieren können -und jenen, die darauf angewiesen sind, ihre Produkte im Inland zu verkaufen, weil Exportmärkte wegen der Sparpakete in anderen EU-Staaten weggebrochen seien. "Eine Negativspirale, die die Konjunktur abwürgen könnte, wenn sie nicht bald gestoppt wird", fürchtet die Expertin.