Erstellt am 22. Januar 2013, 13:24

AK fordert Rücktrittsrecht nach Käufen bei Messen. Vor dem übereilten Abschluss von Kaufverträgen auf Messen warnte am Dienstag die Arbeiterkammer (AK) Burgenland.

Denn ein Rücktrittsrecht sei in diesem Fall nicht gegeben. Die AK fordert deshalb, dass das bei Haustürgeschäften geltende Rücktrittsrecht auch auf Käufe bei Messen ausgedehnt wird.

"Wer im Rahmen einer Messe einen Vertrag unterschreibt, ist daran gebunden", erläuterte Eva Schreiber von der AK-Konsumentenberatung am Dienstag in einer Aussendung. Bei Messen würden Aussteller oft mit besonderen Rabatten werben. "Lassen Sie sich von scheinbar attraktiven Angeboten nicht zu einer voreiligen Unterschrift verleiten", appellierte Schreiber an die Verbraucher.

Oft sei eine hohe Stornogebühr die einzige Möglichkeit, um aus einem solchen Vertrag wieder herauszukommen. Angesichts der Probleme, die im Zuge von Messekäufen immer wieder auftreten, sei die Arbeiterkammer für eine Ausweitung des Rücktrittsrechts.

"Auch bei Messen besteht die Gefahr, dass Konsumenten im Verkaufsgespräch überrumpelt werden. Sie haben keine Möglichkeit, die Beteuerungen der Verkäufer vor Ort zu überprüfen. Sie sollten daher die Chance haben, nach einer 'Abkühlphase' aus solchen Verträgen kostenlos wieder aussteigen zu können", meinte Schreiber.

Bevor man auf einer Messe bei einem Schnäppchen zuschlägt, sollte man sich den Kauf überlegen, das Angebot genau prüfen und sich nicht unter Druck setzen lassen, rät die Arbeiterkammer. Neben dem Lesen des Kleingedruckten empfiehlt sich auch ein Preisvergleich. Bei einem Kauf sollte man außerdem schriftlich ein kostenloses Rücktrittsrecht vereinbaren.