Erstellt am 14. November 2012, 16:18

AK und ÖZIV Burgenland fordern Anhebung der Ausgleichstaxe. Die burgenländischen Vertreter der Arbeiterkammer (AK) und des Österreichischen Zivil-Invalidenverbandes (ÖZIV) fordern die Anhebung der Ausgleichstaxe.

Fast vier Fünftel der einstellungspflichtigen Arbeitgeber im Burgenland kaufen sich über diese Taxe frei, teilten AK-Präsident Alfred Schreiner und ÖZIV-Präsident Hans-Jürgen Groß am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt mit.

Im Burgenland habe es laut dem Jahresbericht des Bundessozialamtes für das Jahr 2011 496 einstellungspflichtige Arbeitgeber gegeben. Davon erfüllten allerdings nur 110 ihre Einstellungspflicht tatsächlich, erklärten die beiden. Mit der Erhöhung könne die Einstellungsbereitschaft seitens der Unternehmen wieder erhöht werden, so Schreiner und Groß.

Generell sei im Burgenland ein überdurchschnittlicher Anstieg bei Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderungen zu verzeichnen. Im Oktober 2011 stieg die Zahl der Arbeitslosen im Burgenland allgemein um 6,9 Prozent und bei Menschen mit Behinderungen um 13 Prozent. Im heurigen Oktober wurde eine allgemeine Arbeitslosensteigerung von 6,7 Prozent verzeichnet, bei Menschen mit Behinderungen fiel diese mit 40,8 Prozent im Vergleich deutlich höher aus.