Erstellt am 20. Dezember 2012, 14:45

AK: Zahl der Insolvenzen nahm 2012 zu. Im Vorjahr hatte es im Burgenland einen Rückgang bei der Zahl der insolvent gewordenen Betriebe gegeben, die Anzahl der betroffenen Arbeitnehmer hatte jedoch zugenommen.

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2012 verhielt es sich genau umgekehrt: Während 214 Unternehmen - um 39 mehr als 2011 - in die Insolvenz schlitterten, ging die Zahl der Betroffenen um 116 auf 1.040 zurück, zog die Arbeiterkammer (AK) Burgenland am Donnerstag in Eisenstadt Bilanz.

Die Zahl der von der Kammer bearbeiteten Insolvenzfälle sei um 22 Prozent gestiegen. Rund 75 Prozent der Insolvenzopfer sind nach AK-Angaben Männer. Bei den Branchen dominiert die Bauwirtschaft mit etwa einem Drittel der Fälle die Statistik, gefolgt von Transport-und Handelsunternehmen. Allein bei telefonischen Beratungen wurden heuer bereits 1.400 Arbeitnehmer betreut, so die neue Leiterin des AK-Insolvenzrechtsreferats, Daniela Spiesz.

Über die Insolvenz-Entgelt-Fonds Service GmbH erreichte die Arbeiterkammer die Zahlung von rund 5,5 Mio. Euro an nicht bezahlten Löhnen - dies entspreche mehr als 3.500 burgenländischen Netto-Monatseinkommen. Größte Insolvenz 2012 im Burgenland war nach Angaben der AK bisher eine Baugesellschaft im Bezirk Neusiedl am See mit 85 Mitarbeitern.