Erstellt am 09. Dezember 2013, 12:58

Aktionsplan gegen Umgebungslärm. Im Burgenland wird bei Landesstraßen auf einer Länge von 97 Kilometern die laut EU-Regelung zulässige Lärmbelastung überschritten.

Rund 7.000 Menschen leben in den betroffenen Gebieten, so Landesrätin Michaela Resetar (ÖVP) am Montag in Eisenstadt. Ein Aktionsplan, der unter anderem den Bau von Umfahrungen sowie die Förderung von Lärmschutzmaßnahmen bei Häusern vorsieht, soll die Belastung senken.

Eine EU-Richtlinie regelt seit 2002 Maßnahmen der Mitgliedsstaaten bei der Bekämpfung von Umgebungslärm. In Österreich ist der Bund für die Umsetzung im Bereich des Bahn- und Flugverkehrs sowie im höherrangigen Straßennetz zuständig. Maßnahmen an den Landesstraßen liegen in der Verantwortung der Länder. Der Aktionsplan, der auch die Erstellung von Lärmkarten vorsieht, ist alle fünf Jahre neu zu erstellen.

Lärmschutzmaßnahmen senken Belastung

Die Lärmschutzmaßnahmen konzentrieren sich auf jene Landesstraßenabschnitte, die ein Verkehrsaufkommen von über drei Millionen Fahrzeugen pro Jahr - rund 8.200 pro Tag - aufweisen, erläuterte Resetar. Neben dem Bau von Umfahrungen wie in Oberwart (B63a) oder Schützen am Gebirge (B50) wurden vom Land in den vergangenen Jahren rund 539.000 Euro für den Einbau von Lärmschutzfenstern und -türen bereitgestellt. Auch 40 seit 2004 verhängte Lkw-Fahrverbote sollen zur Lärmreduzierung beitragen.

Mit den Lärmschutzmaßnahmen sollen die Verkehrssicherheit erhöht und die Belastungen der Anrainer reduziert werden, erklärte Resetar. Rund 20 Prozent der EU-Bevölkerung sind laut Experten unzumutbar hohen Lärmpegeln ausgesetzt. Als lärmbelastet gelten Zonen, in denen Grenzwerte von 60 Dezibel am Tag und 50 Dezibel in der Nacht überschritten werden.