Erstellt am 22. November 2011, 15:39

Alkolenker im Burgenland im Visier. Zum Auftakt der Adventzeit herrscht im Burgenland für die Polizei Hochbetrieb: Von Samstag auf Sonntag findet die erste von mehreren vorweihnachtlichen Schwerpunktaktionen statt, kündigte das Landespolizeikommando am Dienstag an.

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Rund 60 Beamte werden in den Einsatz geschickt, um Alkolenker aus dem Verkehr zu ziehen. Im Vorjahr wurden zu Beginn der Vorweihnachtszeit 2.000 Autofahrer kontrolliert, 16 hatten zu viel Alkohol im Blut.

Die Polizei setzt weiter auf angekündigte Maßnahmen. Diese hätten sich positiv ausgewirkt. "Durch die Ankündigung der verstärkten Kontrollen sollen Alkolenker davon abgehalten werden, in beeinträchtigtem Zustand ins Fahrzeug zu steigen. Gleichzeitig soll der Kontrolldruck signalisiert werden", so Oberstleutnant Andreas Stipsits von der Verkehrsabteilung im Landespolizeikommando Burgenland.

Insgesamt mussten im Dezember des Vorjahres auf Burgenlands Straßen 74 Alkolenker ihren Führerschein abgeben, weil sie mehr als 0,8 Promille "intus" hatten. 25 weitere behielten zwar die Lenkerberechtigung, sie mussten jedoch ihr Auto stehen lassen und wurden angezeigt.

Im gesamten Vorjahr gab es burgenlandweit 851 alkoholbedingte Führerscheinabnahmen und zusätzlich 285 Anzeigen bei Alkoholkonsum von 0,5 bis 0,79 Promille, erläuterte Stipsits. Bei etwas mehr als zehn Prozent von rund 880 Verkehrsunfällen, die sich 2010 im Burgenland ereigneten, war Alkohol beteiligt.

Von Jänner bis Ende Oktober dieses Jahres setzte es im Burgenland für 907 Alkolenker entweder den Führerscheinentzug oder eine Anzeige. Allerdings seien etwa 51.000 Alkovortests sowie Tests mit dem Alkomat durchgeführt worden - um über 10.000 mehr als im Vorjahr. Somit sei mehr kontrolliert worden, man habe aber vergleichsweise weniger alkoholisierte Lenker erwischt: "Das ist ein Indiz dafür, dass sich Bewusstseinsbildung und Kontrolldruck sehr wohl positiv ausgewirkt haben", meinte Stipsits.

Als die Polizei 2005 im Burgenland mit angekündigten Kontrollen begann, habe man noch über 30 Alkolenker aus dem Verkehr gezogen. Mittlerweile habe sich die Zahl bei 20 oder darunter eingependelt. "Das zeigt doch einen gewissen Trend, dass die Ankündigung wirkt", so der Oberstleutnant. Autofahrer, die andere verbotene Substanzen zu sich genommen haben, gingen der Exekutive im Burgenland vergleichsweise in geringer Zahl ins Netz: "Wir haben heuer bis jetzt 16 Drogenlenker im ganzen Jahr erwischt. Das ist ein sehr geringer Teil", so Stipsits.