Erstellt am 19. Februar 2015, 15:41

2014 brachte dem Burgenland Gästerekord. Im Burgenland ist im Vorjahr die Zahl der Übernachtungen um 2,1 Prozent auf 2,91 Millionen (2,912.6377) gestiegen.

Direktor ÊMario Baier, Burgenland Tourismus, Landeshauptmann Hans Niessl, Mag.a Michaela Resetar und Hotelier Karl J. Reiter  |  NOEN, EP
Mit 960.686 Gästen (+4,6 Prozent) habe es ein "All Time High" gegeben, so Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) am Donnerstag in Eisenstadt. Eine Herausforderung für die Touristiker stellt der anhaltende Trend zu kürzerer Verweildauer - pro Aufenthalt im Schnitt drei Übernachtungen - dar.

Die positive Nachricht sei: "Es kommen mehr Gäste", sagte Burgenland Tourismus-Direktor Mario Baier. In den vergangenen zehn Jahren sei es gelungen, die Ankünfte um über 40 Prozent zu steigern: "Aber wir benötigen immer mehr Gästeankünfte, um auch die Übernachtungen steigern zu können."

Geringe Verweildauer bereitet Probleme

Thermen-, Wellness- und Gesundheitsurlaub sei "vom Seewinkel bis in den tiefen Süden" im Tourismus der Wirtschafts-Motor, erläuterte Baier. Positiv sei, dass die Gäste immer mehr zu Unterkünften im Drei- Vier- und Fünfstern-Betrieben tendieren würden. Fast 80 Prozent der Übernachtungen - das sei im Ländervergleich der höchste Anteil - entfielen auf den österreichischen Markt. Rund 625.000 Nächtigungen wurden im Vorjahr von ausländischen Gästen gebucht.

Platz 3 im Österreich-Ranking

Das Burgenland liege bei den Übernachtungen 2014 mit Wien (+6,4 Prozent), (+2,9 Prozent) im Österreich-Ranking am dritten Platz, so Niessl. Um die Nächtigungen auf über drei Millionen zu steigern, müsse die Internationalisierung verbessert werden, unter anderem durch Kooperationen über die Flughäfen. "Der Trend geht zur Qualität", meinte Niessl.

Viele Betriebe im Zwei-Sterne-Bereich hätten investiert und seien nun auf Drei-Sterne-Basis, erklärte Tourismuslandesrätin Michaela Resetar (ÖVP). Etwa 1,4 Mio. Nächtigungen entfielen bereits auf Vier- und Fünfstern-Betriebe. Rund 600.000 Gäste kämen zum Surfen und Baden ins Land. Die Zahl der Eintritte in den in den Thermen sei um 4,9 Prozent auf 1,1 Mio. gestiegen, berichtete Resetar.

Suche nach Nischen wichtig

Um im Tourismus erfolgreich zu sein, seien die Mitarbeiter, das passende Produkt und die politischen Rahmenbedingungen wichtig, so der Hotelier Karl Reiter. Wichtig sei es auch, nach Nischen zu suchen. Gesundheit sei inzwischen ein essenzielles Thema. Entscheidend für ein Produkt sei die Verpackung, die "zeitgemäß, sexy, ansprechend" sein sollte.

Ein wichtiges Ziel des Burgenland Tourismus bilde der Relaunch der Region Neusiedler See als Sommer-Urlaubsdestination, so Baier. Der Gesundheits-, Thermen- und Wellnesstourismus solle künftig mit Hilfe eines neuen Marketingnetzwerks jenen Stellenwert erhalten, der dieser Branche gebühre. Wichtig seien außerdem der Ausbau des Tagestourismus und eine stärkere Präsenz im Bereich Internet-Vertrieb mit Online-Buchbarkeit und Angeboten. Ein Anliegen sei weiters, "dass die Regionen, die Orte mit der Dachmarke Burgenland nach außen gehen."