Erstellt am 24. Januar 2013, 13:25

Allianz schließt Bank-Tochter. Die Allianz gibt das Bankgeschäft über die eigenen Versicherungsvertreter auf. Die nach dem Verkauf der Dresdner Bank an die Commerzbank gegründete Allianz Bank werde zum 30. Juni geschlossen.

450 Arbeitsplätze fielen bundesweit weg, teilte die Allianz-Tochter Oldenburgische Landesbank am Donnerstag mit. Bei der OLB war die Allianz Bank angedockt worden.

Der Versicherungskonzern wollte über sie Bankprodukte über sein Vertreternetz vertreiben, doch viele zogen nicht mit. "Die Wachstumserwartungen haben sich in der Breite jedoch nicht erfüllt; das Geschäft der Allianz blieb defizitär", teilte die OLB mit. Eine Trendwende sei nicht in Sicht.

Die Abwicklungskosten werden von der Allianz Deutschland getragen, die auch die Anlaufverluste der Allianz Bank übernommen hatte. Ein Sprecher sagte, die Allianz Bank habe den Konzern seit der Gründung vor vier Jahren rund 400 Mio. Euro gekostet. Länger laufende Produkte - etwa Fonds - würden fortgeführt, für Konten und Kreditkarten müssten sich 325.000 Allianz-Bank-Kunden aber eine neue Bankverbindung suchen, sagte der Sprecher. Insgesamt zählt die Allianz Bank rund 600.000 Kunden. Die im Nordwesten Deutschlands tätige OLB selbst sei von der Schließung unberührt.