Erstellt am 19. Juni 2013, 09:54

Alpine Bau GmbH stellte Insolvenzantrag. Die Alpine Bau GmbH hat beim Handelsgericht Wien einen Insolvenzantrat eingebracht.

Dies teilte der Kreditschutzverband KSV 1870 am Mittwochvormittag mit. Beantragt wird ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung. Die Fortführung des Unternehmens und die Sanierung werden beabsichtigt. Der Antrag wurde am HG Wien eingebracht, weil die Alpine-Geschäftsleitung in Wien erfolge, obwohl der Sitz des Unternehmens in Salzburg liege, so der KSV 1870.

Zu den genauen Verbindlichkeiten sollen am Mittwoch noch Informationen folgen. Vorerst betroffen sind 8.500 Lieferanten bzw. sonstige Gläubiger. Die Alpine Bau GmbH alleine beschäftigt 6.483 Mitarbeiter, die gesamte Alpine-Gruppe rund 15.000 im In- und Ausland.

Die Alpine-Pleite dürfte rund 2.000 Jobs im Konzern direkt kosten. Davon ging Sozialminister Hundstorfer am Donnerstagvormittag am Rande des ÖGB-Kongresses im Gespräch aus. Wie viele Mitarbeiter aus Zulieferbetrieben zusätzlich betroffen seien, könne man noch nicht genau abschätzen, da nicht klar sei, in welchem Ausmaß die Unternehmen von der Alpine abhängig seien. Für alle Betroffenen werden nun Arbeitsstiftungen errichtet.

Konkret sollen innerhalb eines Monats acht solcher Stiftungen etabliert werden, in allen Bundesländern außer Vorarlberg, da es dort keine Alpine-Beschäftigten gibt. Sie werden auch den Beschäftigten der betroffenen Zulieferer offenstehen, wie Hundstorfer versicherte.

Insgesamt beschäftigt die Alpine in Österreich rund 7.500 Mitarbeiter. Zwei Teilbereiche gehen aber nicht in Insolvenz, wodurch rund 1.500 Mitarbeiter ihre Jobs behalten dürften. Dazu rechnet Hundstorfer damit, dass von einer Auffanggesellschaft 4.000 Personen weiter beschäftigt werden.