Erstellt am 16. Oktober 2013, 13:18

Alpine riss 13 weitere Unternehmen in Insolvenz. Die Pleite des hierzulande einst zweitgrößten Baukonzerns Alpine hat bisher 13 weitere Unternehmen in die Insolvenz gerissen.

Die Betriebe beschäftigen 313 Mitarbeiter und kommen auf Passiva von in Summe 14,6 Mio. Euro, teilte der Kreditschutzverband von 1870 mit. Fast die Hälfte der Unternehmen ringt derzeit um eine Fortführung - sechs Firmen wollen sich über einen Sanierungsplan entschulden.

Ursprünglich schienen 80 Unternehmen gefährdet

Eine Kettenreaktion im Windschatten der größten Pleite in der Zweiten Republik sei damit ausgeblieben, so die Kreditschützer. Ursprünglich hatte der KSV "mindestens 80 durch die Alpine-Insolvenz ernsthaft gefährdete Unternehmen" identifiziert.

Diese hatten allesamt mehr als ein Drittel ihres Jahresumsatzes mit dem Bauriesen erwirtschaftet. "Trotz teils massiver Ausfälle hat die überwiegende Mehrzahl der Unternehmen das Schlimmste vermeiden können", so KSV-Vorstand Johannes Nejedlik. Ein Massensterben blieb aus.

Rasch gefundene Auffanglösungen entschärften Situation

Die nach der Insolvenz offenen Baustellen und Bauprojekte seien dann dank rasch gefundener Auffanglösungen weiterbetrieben worden. Dadurch habe auch ein Großteil der rund 4.900 Arbeitsplätze in Österreich erhalten werden können, betonte Nejedlik.

"Bei einer 'Alpine Bau GmbH'-Insolvenz mit 3,5 Mrd. Euro Passiva, Tausenden Gläubigern und betroffenen Dienstnehmern ist das immerhin ein kleiner Lichtblick." Der KSV geht den Angaben zufolge nicht davon aus, dass sich die Zahl der Folgeinsolvenzen in den kommenden Monaten noch drastisch erhöhen wird.