Erstellt am 06. November 2015, 13:02

von Doris Fischer

Alte Flaschen neu gefüllt. In Müllendorf steht die moderne Recyclinganlage, die aus alten PET-Flaschen Granulat für neue PET-Flaschen für die Getränkeindustrie erzeugt.

 |  NOEN, BVZ
PET-Flaschen sind leicht, praktisch, unzerbrechlich und bequem zu entsorgen. Und somit trat die Kunststoffflasche ihren Siegeszug in Europa an. Um aus alten PET-Flaschen PET-Flakes für neue Flaschen herzustellen, wird ein weltweit einzigartiges und modernes Verfahren angewendet. Und das in der nordburgenländischen Gemeinde Müllendorf.

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Dabei werden alte PET-Flaschen energie- und materialschonend durch das URRC-Verfahren (United Resource Recovery Corporation) gereinigt. Die neue Granulierungsanlage ist, so wie auch das URRC-Verfahren, für die Herstellung von lebensmitteltauglichen PET-Flakes eines der hochwertigsten und technologisch fortschrittlichsten Aufbereitungsverfahren. Einzigartig ist vor allem die Kombination beider Verfahren, wie sie bei PET to PET in Müllendorf praktiziert wird.

50 Mitarbeiter beschäftigt

380 Millionen PET-Flaschen wurden von Jänner bis Juni 2015 recycelt. Das entspricht einer Menge von 10.000 Tonnen Kunststoffflaschen, aus denen wiederum neue Flaschen entstehen. Insgesamt 50 Mitarbeiter am Betriebsstandort Müllendorf – er wurde 2007 in Betrieb genommen – sind mit der Wiederverwendung von Plastikflaschen beschäftigt.

Der erhöhte Bedarf an ressourcenschonendem Recycling und die gesteigerte Sammelmoral veranlasst PET to PET nach einer bereits in den vergangenen Jahren erfolgten Erweiterung der Anlage zu weiteren Ausbauschritten.

Neue Flaschensortieranlage 

Im Herbst 2010 wurde die Anlage weiter ausgebaut, um eine Granulierungsanlage erweitert und komplett auf die Herstellung von lebensmitteltauglichem PET-Recyclat umgestellt.
550.000 Euro investierte PET to PET in einen funktionierenden Verpackungskreislauf und vollendete den nächsten Ausbauschritt.

Genau fünf Jahre nach der Grundsteinlegung wurde der Betrieb um eine moderne Flaschensortieranlage erweitert.

„Nach Erweiterungsmaßnahmen in den letzten Jahren haben wir heuer Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität und Effizienz gesetzt, um der gestiegenen Sammelmoral der heimischen Verbraucher Rechnung zu tragen und auch weiterhin einen lückenlosen Stoffkreislauf zu garantieren“, betont Christian Strasser (Bild), Geschäftsführer der PET to PET Recyclinganlage.

Das sei, so Strasser, ein wichtiger Beitrag für nachhaltige Abfallwirtschaft, die international höchste Anerkennung genießt.