Erstellt am 18. Januar 2016, 14:44

AMS Burgenland: 2016 langsamerer Anstieg der Arbeitslosigkeit. Im Burgenland erwartet das Arbeitsmarktservice (AMS) 2016 neue Höchstwerte bei Arbeitslosigkeit und Beschäftigung.

 |  NOEN, APA (Pfarrhofer)
Während die prognostizierte Zahl von rund 10.800 Menschen auf Jobsuche (9,7 Prozent) die höchste Arbeitslosenquote seit 1963 bedeutet, dürfte die Zahl der Beschäftigten nach AMS-Einschätzung auf 101.100 (+1.300) steigen und erstmals im Jahresschnitt über der Marke von 100.000 liegen.

Am neuerlichen Beschäftigungsrekord sind auch die zunehmenden Teilzeitjobs beteiligt. Für einen Rückgang der Arbeitslosigkeit reiche nach Ansicht der Experten das Wirtschaftswachstum nicht aus. Die Nachfrage nach zusätzlichen Arbeitskräften sei dafür zu gering.

Arbeitsmarkt hat sich positiv entwickelt

2015 habe sich der Arbeitsmarkt im Burgenland verglichen mit den anderen Bundesländern positiv entwickelt, bilanzierte AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl am Montag in Eisenstadt. Mit einem Plus von 1,2 Prozent (1.200 Personen) nahm die Zahl der unselbstständig Beschäftigten stärker zu als im Österreichschnitt (+0,9 Prozent). Seit 2012 sei das Burgenland mit einem stark steigenden Arbeitskräfteangebot konfrontiert. Gründe dafür lägen in Steigerungen bei Arbeitsmarktsegmenten wie Grenzpendlern, Migranten, Asylberechtigten, aber auch in steigender Frauenerwerbsbeteiligung und in einem höheren Pensionsalter.

Der größte Schwerpunkt in der Fördertätigkeit beim AMS bleiben auch 2016 die Jugendlichen: Für die Umsetzung der Ausbildungsgarantie und Lehrstellenförderungen in Betrieben sind rund 8 Mio. Euro vorgesehen, so Sengstbratl. Eine neue Herausforderung für das AMS stellten Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte dar. Dieser derzeit rund 100 Personen umfassenden Gruppe biete man Kompetenzchecks und Deutschkurse an.