Erstellt am 17. August 2016, 06:22

von Werner Müllner

312mal Arbeitslosengeld gestrichen. Wirtschaft und Arbeitsmarktservice achten auf „Unwillige“. 2016 wurde schon 312 Mal die Zahlung eingestellt.

Kontrolle. Wer Termine schmeißt oder Arbeit ablehnt, muss mit Konsequenzen rechnen. Foto: Bilderbox  |  Bilderbox

Von Seiten der Wirtschaftskammer in Tirol und Oberösterreich werden die Unternehmer aufgerufen, arbeitsunwillige Arbeitslose zu melden. Die Daten werden an das Arbeitsmarktservice (AMS) weitergeleitet, damit das Arbeitslosengeld reduziert oder gestrichen wird.

AMS-Landesgeschäftsführerin: Sanktionen auch schon jetzt

Im Burgenland ist derzeit nicht geplant, das System zu übernehmen. Von Seiten der Wirtschaftskammer Burgenland wird dazu erklärt, dass man das neue System vorerst mit Interesse beobachte, vorerst aber nicht umsetzen werde. Die Zusammenarbeit mit dem AMS wird als sehr gut beschrieben. Sollte das System der Tiroler und Oberösterreichischen Wirtschaftskammer große Verbesserung bringen, dann kann man sich durchaus vorstellen, ähnliche Initiativen zu setzen.

Helene Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des AMS, erklärt, dass es auch jetzt schon Sanktionen gibt: „Das burgenländische AMS ist gut in Kontakt mit den ansässigen Betrieben. Wir weisen die personalsuchenden Unternehmer darauf hin, dass das AMS auf Ihre Meldung angewiesen ist, sollten arbeitsunwillige Bewerber vorsprechen.“

Das AMS setzt dann auch Sanktionen. Bei „Verweigerung beziehungsweise Vereitelung einer Arbeitsaufnahme, Schulungsteilnahme oder Eigeninitiative“ wird das Arbeitslosengeld oder die Notstandshilfe für sechs oder acht Wochen gesperrt.

Im heurigen Jahr gab es bereits 312 derartige Sanktionen. Davon in Eisenstadt 37, Mattersburg 51, Neusiedl 53, Oberpullendorf 62, Oberwart 61, Stegersbach 31 und Jennersdorf 17.