Erstellt am 03. Februar 2012, 10:33

Ankerbrot von Backverbot für Müller-Brot betroffen. Die deutsche Großbäckerei Müller-Brot kämpft mit massiven Hygieneproblemen. Produktionsräume sind von Ungeziefer befallen, Maschinen laut den zuständigen Behörden verschmutzt.

Deshalb steht die Produktion dort seit Montag still. Betroffen ist auch der größte Bäckereifilialist in Österreich, Anker, berichten die "Salzburger Nachrichten" am Freitag.

Ankerbrot hat den gleichen Mehrheitseigentümer wie Müller, die Familie Ostendorf, und bezieht Laugengebäck von Müller-Brot. Man habe inzwischen andere Lieferanten gefunden, bestätigte Anker-Sprecherin Doris Mülleder den Bericht.

Man sei von Müller-Brot über das Problem informiert worden und habe die von dort bezogenen Produkte untersucht, aber keine Mängel feststellen können, sagte Mülleder. Sobald Müller-Brot seine Hygieneprobleme in den Griff bekommt und wenn die Qualität passt, werde man auch von Müller wieder Gebäck beziehen. Anker bäckt nach eigenen Angaben zu mehr 95 Prozent selbst in Österreich, der Rest wird zugekauft, ein Prozent der Ware kommt von Müller-Brot. Ankerbrot setzte im Jahr 2010 mit Backwaren 137 Millionen Euro um. Das Unternehmen betreibt rund 150 Filialen in Österreich. Das Traditionsunternehmen beschäftigt derzeit 1.800 Menschen.

Das Landratsamt im bayerischen Freising hatte Anfang der Woche die Stilllegung der gesamten Produktion in der Neufahrner Zentrale von Müller-Brot veranlasst. Wann die Lebensmittelkontrolleure grünes Licht für die Wiederaufnahme der Produktion geben, ließ die Behörde offen. "Der Betrieb kann aber erst wieder aufgenommen werden, wenn die Hygienestandards einwandfrei sind", sagte eine Sprecherin des Landratsamtes. Gleichzeitig wurde betont, dass zu keiner Zeit eine Gesundheitsgefahr für Kunden bestanden habe.