Erstellt am 06. November 2012, 12:05

Anzengruber einflussreichster Manager des Jahres. Bei den Top-Managern des Landes hat es einen Generationenwechsel gegeben.

Die Plätze von Raiffeisen-Größen Christian Konrad und Ludwig Scharinger (RLB-Oberösterreich) oder der zurückgetretenen Industriellen Veit Sorger und Claus Raidl im jährlichen Ranking von FAS Research nehmen Wolfgang Anzengruber (Verbund) auf Platz eins und dahinter Wolfgang Eder (Voestalpine) und Christian Kern (ÖBB) ein. In den letzten Jahren hat der Raiffeisen-Sektor das Ranking der einflussreichsten Manager beherrscht. Diese Spitzenposition ging nun verloren, denn nach dem Rückzug der bestens vernetzten Spitzenmanager müssen erst in den kommenden Jahren neue Netzwerke entstehen. Netzwerke sind etwas sehr Persönliches und können daher nicht einfach von den Nachfolgern übernommen werden, analysiert das die Studie in Auftrag gegende Industriemagazin.

ÖBB-Chef Kern ist von Rang 28 im Vorjahr ex-aequo mit Wolfgang Eder (Voestalpine) auf Platz zwei gestiegen und gilt damit als Aufsteiger des Jahres. Gründe dafür sind neben dem ÖBB-Umsatz auch die Verbindungen zur Politik und Gesellschaft.

Das Ranking wird mit Hilfe des Firmenbuchs und der Netzwerk-Datenbank von FAS Research erstellt. Es werden die 1.000 Führungskräfte mit den meisten Funktionen in den umsatzstärksten Industrieunternehmen identifiziert.

Der Raiffeisen-Sektor bleibt mit Agrana-CEO Johann Marihart auf Platz neun noch knapp in den Top Ten vertreten. Reinhard Wolf (RWA) und Josef Pröll (Leipnik-Lundenburger) auf den Plätzen 19 und 21 sind zwei weitere Raiffeisen-Top-Manager. Auf den Plätzen vier bis zehn sind folgende Manager platziert: Hans Peter Haselsteiner (Strabag), Norbert Zimmermann (Berndorf), Franz Kainersdorfer (Voestalpine), Peter J. Oswald (Mondi), Veit Sorger (Mondi), Johann Marihart (Agrana) und Gabriele Payr (Wiener Stadtwerke).