Erstellt am 09. September 2016, 11:50

Apfelbauern fordern Bekenntnis zur heimischen Qualität. Die heimischen Apfelbauern hatten 2016 mit vielen Wetterkapriolen zu kämpfen, sei es die Frostschäden Ende April oder die mehrfach auftretenden Hagelunwetter im Sommer. Die Obstbranche rechnet mit einem Ausfall an die 60 %.

Symbolbild

Trotz der witterungsbedingten Einbußen zeige sich die Apfelernte 2016 von einer vielversprechenden Qualität, teilt die Landwirtschaftskammer in einer Aussendung mit: "Heuer können sich die Konsumenten über einen geschmacklich gehaltvollen Apfel aus dem Burgenland freuen."

Weiterhin Sorgen bereitet den Apfelbauern allerdings das Russland Embargo für Agrarprodukte aus Mitgliedsländern der EU. Außerdem: In den vergangenen Jahren konnten kaum kostendeckende Preise über den Großhandel erzielt werden. In der Direktvermarktung – ab Hof, in Hofläden und bei Bauernmärkten – variieren die Apfelpreise je nach Sorte und Qualität zwischen 0,70 und 1,00 Euro pro Kilo.

Die Burgenländische Landwirtschaftskammer appelliert daher an die Konsumenten, das Angebot der bäuerlichen Direktvermarktung stärker zu nutzen, aber auch beim Kauf im Supermarkt "bewusst dem heimischen Obst den Vorzug zu geben".

Hintergrund:

Der Apfel spielt im burgenländischen Obstbau eine wichtige Rolle, sowohl im Intensivobstbau als auch bei den Streuobstwiesen.  Im Burgenland gibt es ungefähr 250 Obstbauern, die Äpfel produzieren. Die Hauptanbaugebiete befinden sich in Kukmirn, im Raum Neuhaus am KIausenbach, in Klostermarienberg, im Gebiet Wiesen-Forchtenstein-Pöttsching sowie im Bezirk Neusiedl/See. Intensiv werden ca. 460 ha Tafeläpfel, extensiv rund 1.000 ha Streuobstwiesen mit Apfelbäumen bewirtschaftet. Die beliebtesten Herbstapfelsorten sind Gala und Elstar. Zu den Haupt-Winterapfelsorten im Burgenland zählen Golden Delicious, Jonagold, Idared und Braeburn.