Erstellt am 05. Januar 2011, 15:03

Arbeiterkammer erstritt 2010 für Konsumenten 372.000 Euro. Mit weniger Anfragen als 2009, dafür aber mit mehr Interventionen hatten es im Vorjahr die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer (AK) Burgenland bei ihrer Servicetätigkeit zu tun.

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Während die Anfragen um knapp sechs Prozent auf 11.754 zurückgingen, stieg die Zahl der Fälle, in denen die Konsumentenrechtsexperten eingeschaltet wurden, von 410 auf 459. Die bei Interventionen erstrittene Summe war mit rund 372.000 Euro um 58,7 Prozent höher als 2009, zogen Arbeiterkammerpräsident Alfred Schreiner und Eva Schreiber, die Leiterin der AK-Konsumentenabteilung, am Mittwoch Bilanz.

Die am häufigsten gemeldeten Probleme betrafen unerwünschte Werbeanrufe: Das sogenannte Cold Calling lag in der Jahresbilanz erstmals an der Spitze, gefolgt von Internet-Abzocke und Problemen, die nach einem Kauf auftraten. Statistisch betraf jeder sechste Anfrage das Thema Werbeanrufe. Ab März gebe es für Konsumenten in diesem Bereich Verbesserungen, so Schreiber. Verträge, die Wett- und Lotteriedienstleistungen sowie Gewinnspiele betreffen und aufgrund eines unerlaubten Werbeanrufes zustande kommen, seien dann ungültig. Für andere Verträge gelte ein verbessertes Rücktrittsrecht.

Die AK-Konsumentenschutzabteilung wurde vor drei Jahren eingerichtet. In der Zwischenzeit sei sie personell deutlich aufgestockt worden. Derzeit stünden neben einer Erstberatung in allen AK-Bezirksstellen in der Zentrale in Eisenstadt vier Konsumentenberater zur Verfügung, um den Ansturm an Fragen bewältigen zu können, so Schreiner.