Erstellt am 06. März 2014, 11:54

Arbeitsklimaindex: Burgenländer immer zufriedener. Die Burgenländer sind durchschnittlich immer zufriedener mit ihrer Arbeit - das geht aus dem Arbeitsklimaindex hervor, der am Donnerstag von der AK Burgenland präsentiert wurde.

Die steigende Zufriedenheit trifft jedoch nicht auf alle zu. Arbeitern, einfachen Angestellten und älteren Arbeitnehmern blase ein immer rauerer Wind auf dem Arbeitsmarkt entgegen, so AK-Präsident Alfred Schreiner.

Ältere weniger zufrieden, Burgenland aber über Österreich-Schnitt

Während der Index zu Beginn der Burgenlandauswertung (es ist nun der sechste Regionalindex, Anm.) noch deutlich unter dem Österreich-Wert lag, wird der Bundesschnitt seit zwei Jahren sogar leicht übertroffen, teilte Schreiner mit.

Der Index für das Burgenland habe sich im Vorjahr gesamt um zwei Punkte verbessert und liege mit 112 Indexpunkten um drei Punkte über dem Österreich-Wert, der seit 2013 nur um einen Punkt zugelegt habe.

Kluft: Schlechter gestellte Berufsgruppen verlieren an Boden

"Das subjektive Wohlbefinden in der Arbeit zeigt laut Arbeitsklimaindex für die Gesamtheit der burgenländischen Beschäftigten weiterhin steigende Tendenz. Diese Entwicklung geht jedoch ausschließlich auf die qualifizierten und leitenden Angestellten zurück. Umgekehrt verlieren die ohnehin schon schlechter gestellten Berufsgruppen wie einfache Angestellte und Arbeiter weiterhin an Boden. Sie leiden nicht nur unter schlechteren Arbeitsbedingungen, sondern werden durch zunehmende Zukunftsängste und Existenzsorgen geplagt", erläuterte Projektleiter Georg Michenthaler vom IFES-Institut.

Gesundheitsbedingungen verschlechterten sich

Auch in Zahlen ist eine große Kluft zwischen den Arbeitsgruppen in puncto Arbeitszufriedenheit erkennbar: Bei qualifizierten Angestellten liege der Wert bei 121 Punkten, beim Hilfsarbeiter nur bei 95 Punkten. Hilfsarbeitern würden hohe physische Belastungen, geringes Einkommen und die Angst um den Arbeitsplatz zu schaffen machen, hieß es.

Bei den Gesundheitsbedingungen wurde dieses Mal eine Verschlechterung im Vergleich zu 2012 festgestellt: 22 Prozent der Arbeitnehmer fühlten sich 2013 durch Lärm, Staub und Schmutz am Arbeitsplatz belastet, 2012 waren es 16 Prozent.

Für die Studie wurden von Februar bis Dezember 2013 in vier Erhebungswellen insgesamt 575 Arbeitnehmer im Burgenland befragt. Österreichweit waren es 5.500 Personen.