Erstellt am 01. Oktober 2013, 09:49

Arbeitslosigkeit im September weiter gestiegen. Im September ist die Zahl der Arbeitslosen weiter gestiegen - bei leicht steigender Beschäftigung.

Insgesamt waren 335.661 Personen auf Jobsuche, ein Plus von 13,8 Prozent im Jahresvergleich. 261.259 (plus 14,1 Prozent) waren arbeitslos vorgemerkt, 74.402 befanden sich in Schulung (plus 12,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition lag bei 6,9 Prozent (plus 0,8 Prozentpunkte). Den größten Zuwachs bei den Arbeitslosen gab es gemäß der Mitteilung des Sozialministeriums bei Älteren (plus 24,9 Prozent), Behinderten (plus 24,3 Prozent) und Ausländern (plus 22 Prozent), den geringsten Anstieg (plus 7,1 Prozent) weisen Jugendliche aus.

Durchschnittlich waren Arbeitslose 98 Tage ohne Job, das ist ein Tag mehr als im September des Vorjahres. Die Anzahl der unselbstständig Beschäftigten stieg um 0,4 Prozent auf 3.522.000.

Während die Zahl der Arbeitslosen weiter steigt, werden die offenen Stellen weniger. 28.670 wurden im September gemeldet, ein Rückgang um 9,3 Prozent im Jahresvergleich. Zurück gingen auch die offenen Lehrstellen, hier wurde ein Minus von 4,7 Prozent auf 4.911 verzeichnet.

Baubranche besonders betroffen

Einmal mehr hat es den Bau besonders hart getroffen. Um 20,2 Prozent stieg hier die Arbeitslosenzahl an. Beim Handel waren es 16,3 Prozent, im Gesundheits- und Sozialwesen 16,2 Prozent. Die Zeitarbeitsfirmen kamen auf ein Plus von 10,2 Prozent.

Auch im September hat die Arbeitslosigkeit unter den Männern (plus 15,1 Prozent) stärker grassiert als unter Frauen (plus 12,9 Prozent).

Im Bundesländervergleich wies Vorarlberg den geringsten Zuwachs auf (plus 9,4 Prozent). Spitzenreiter beim Anstieg der Jobsuchenden war das Industrieland Oberösterreich mit plus 19,3 Prozent. Den größten Anstieg bei den Schulungsteilnehmern gab es in Wien (plus 20,7 Prozent).

Sozialminister Hundstorfer sprach von einer angespannten Lage am Arbeitsmarkt, sieht aber eine beginnende Stabilisierung bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Dies werde sich ab dem kommenden Jahr positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken.