Erstellt am 01. August 2011, 09:45

Arbeitslosigkeit sinkt. Die Arbeitslosigkeit ist auch im Juli deutlich zurückgegangen. Derzeit suchen 262.904 Personen einen Job, um 10.839 weniger als im Juli 2010.

Während die Arbeitslosenzahl nur minimal um 1.916 auf 209.743 zurückgegangen ist, hat sich die Zahl der Schulungen um 14,4 Prozent auf 53.161 reduziert, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag mit.

Bei den Langzeitarbeitslosen gab es gar einen Rückgang der Jobsuchenden von 26 Prozent auf nunmehr 4.787. Bis auf Wien und Kärnten gab es überall einen Rückgang bei den vorgemerkten Arbeitslosen. Besonders beachtlich: In Vorarlberg ging die Zahl um 16,3 Prozent zurück. Hier gibt es mit 17 Prozent auch das größte Plus an offenen Stellen.

Starker Anstieg bei Ausländern

Insgesamt lag die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition im Juli bei 5,6 Prozent (minus 0,2 Prozent), teilte das Sozialministerium am Montag mit. Besonders im Bereich der Warenherstellung brummte im Juli 2011 der Arbeitsmarkt, hier ging die Zahl der Arbeitslosen um 13,8 Prozent zurück. Auch am Bau (minus 4,8 Prozent) und im Handel (minus 4,1 Prozent) war die Entwicklung erfreulich. Im Tourismus gab es hingegen ein Plus von 0,3 Prozent, im Gesundheits- und Sozialwesen gar von 5 Prozent.

Am Lehrstellenmarkt kam es zu einer signifikanten Entlastung. Bei den Lehrstellensuchenden wurde ein Minus von 6,8 Prozent registriert, bei den offenen Stellen hingegen ein Zuwachs von 7,3 Prozent. Aber noch immer beträgt die Lehrstellenlücke 4.212 Personen. Am Gesamtarbeitsmarkt gab es 35.765 offene Stellen, ein Zuwachs von 588 Jobangeboten.

Auffällig ist, dass die Arbeitslosigkeit bei Männern sinkt (minus 3 Prozent), aber bei Frauen steigt (plus 1,4 Prozent). Auch zwischen Inländern und Ausländern öffnet sich die Schere. Während bei ersteren die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen um 2,8 Prozent sank, legte sie bei ausländischen Mitbürgern um 8,9 Prozent zu. Auch zwischen Jugendlichen und Älteren vergrößert sich der Abstand. Während die Jugendarbeitslosigkeit um 3,1 Prozent zurückging, stieg sie bei den über 50-jährigen um 2,9 Prozent. Bei den Behinderten blieb die Zahl der Suchenden stabil.