Erstellt am 26. März 2012, 12:46

Asfinag will 2,8 Mrd. beim Straßenbau sparen. Die staatliche Autobahngesellschaft Asfinag wird in den nächsten fünf Jahren 2,8 Mrd. Euro bei den Straßenbauten ersparen.

Die Einsparungen sollen durch Redimensionierungen, Verländerungen und langfristige Verschiebungen erfolgen. Die Veränderungen in den einzelnen Projekte seien mit den Bundesländern erfolgreich ausverhandelt worden, gaben Asfinag und Verkehrsministerin Bures am Montag bekannt.

Während im Straßenbau fast drei Milliarden eingespart würden "sind es bei den ÖBB-Infrastrukturrojekten nur ein Drittel davon", sagte Bures. Diese Gewichtung zeigte die verkehrspolitischen Prioritäten der Regierung. An der Straßensicherheit und für Anrainer notwendigen Investitionen wie Ortsumfahrungen solle aber nicht gespart werden.

Die am Montag vorgelegten Sparprojekte konkretisieren einen guten Teil des bereits 2010 vorgelegten verkleinerten Bauprogramms. Die größten Einsparungen (1 Mrd. Euro) werden durch die langfristige Verschiebung der Klagenfurter Schnellstraße (S 37) erzielt, gefolgt von der Südosttangente Ausbau Hirschstetten-Heidjöchl (436 Mio. Euro), den Entfall der Verbindungsspange nach Rothneusiedel im Süden von Wien (490 Mio. Euro) sowie den Entfall des Nordabschnittes der Linzer Autobahn (400 Mio. Euro). Dazu kommt ein kleineres Projekt im Burgenland, bei dem eine ursprüngliche geplante Schnellstraße durch Ortsumfahrungen ersetzt wird (83 Mio. Euro).

"Unsere Haupteinnahmenquelle sind die Mauten, mit dem neuen Planungen wollen wir langfristig unseren Betrieb und den Ausbau unserer Straßen sicherstellen", erklärte Asfinag-Direktor Schierhackl. Mit der Neuorientierung werde die fiktive Tilgungszeit der Asfinag-Schulden auf 23 bis 25 Jahre beinahe halbiert. Im vergangenen Jahr sei es erst gelungen, erstmals 100 Mio. Euro an Schulden zu tilgen. Heuer wolle man ohne Neuverschuldung auskommen. Die Dividende für 2012 soll erneut 100 Mio. Euro betragen. Die Asfinag ist derzeit mit 11,8 Mrd. Euro verschuldet.