Erstellt am 08. September 2011, 10:42

Asfinag zahlt 30 Mio. Euro Dividende an den Bund. Die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft Asfinag schüttet heuer zum ersten Mal seit 2008 wieder eine Dividende aus. 30 Mio. Euro gehen in den Staatshaushalt, 70 Mio. Euro werden zur Abgeltung von Straßen verwendet, die die Länder von der Asfinag übernehmen. Konkret geht es um die S31 im Burgenland und die A23 bei Wien-Aspern.

Die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft Asfinag schüttet heuer zum ersten Mal seit 2008 wieder eine Dividende aus. 30 Mio. Euro gehen in den Staatshaushalt, 70 Mio. Euro werden zur Abgeltung von Straßen verwendet, die die Länder von der Asfinag übernehmen. Konkret geht es um die S31 im Burgenland und die A23 bei Wien-Aspern.

Trotz der Ausschüttung hat die Asfinag ihren Ausblick für das heurige Jahr verbessert. Der Schuldenstand wird mit Jahresende 2011 bei 12,005 Mrd. Euro liegen, im Mai hatte Asfinag-Chef Klaus Schierhackl noch mit 12,082 Mrd. Euro gerechnet. Die Schuldentilgungsdauer sinke damit um vier Jahre auf nunmehr 25 Jahre. 85 Prozent der Schulden der Staatsholding sind fix verzinst, die Asfinag hat durch den Eigentümer Bund ein hervorragendes Triple AAA-Rating.

Die Lkw-Mauterlöse werden heuer bei 1,565 Mrd. Euro liegen, um 1,6 Prozent mehr als ursprünglich erwartet.

Eine deutliche Verbesserung gegenüber der Frühjahrsprognose dürfte es heuer beim Gewinn geben, der um 21 Prozent auf 399 Mio. Euro zulegen soll. Dies liegt allerdings auch an einem Rückgang der Neubautätigkeit von 27 Prozent gegenüber der Vorschau vom Mai 2011.

Zu einer weiteren Kostenreduktion trug die Wirtschaftskrise bei, die für einen heftigen Preiskampf in der Baubranche sorgte, was die Baukosten im Schnitt um gut zehn Prozent gedrückt hat, erklärte Schierhackl vor Journalisten.

In der Causa Hochegger, wo es um mögliche Schmiergeldzahlungen in zahlreichen Fällen (Buwog, Telekom, etc.) im staatsnahen Bereich geht, sieht Schierhackl keine Leichen im Asfinag-Keller. Die PR-Agentur von Hochegger habe insgesamt 234.000 Euro erhalten, diesen stehen laut interner Revision auch entsprechende Leistungen gegenüber. Dabei handelte es sich um Projektberatungen, wie beispielsweise die Betreuung von Bürgerinitiativen. Die Beauftragung fand noch vor der Amtszeit von Schierhackl statt.