Erstellt am 02. Oktober 2011, 22:49

Athen verfehlt Sparziele. Griechenland wird heuer das von der EU, dem Internationalen Währungsfonds sowie der Europäischen Zentralbank gesetzte Ziel nicht erreichen, sein Defizit als Anteil des Bruttoinlandsprodukts auf 7,6 Prozent zu drücken.

Erwartet werden stattdessen 8,5 Prozent. Die Wirtschaft werde 2011 um 5,5 Prozent schrumpfen, 2012 werde das Defizit 6,8 betragen, gab das Finanzministerium Sonntagabend bekannt.

Unterdessen verabschiedete der griechische Ministerrat den Haushalt für 2012, der erstmals keine Neuverschuldung vorsieht. Das Budget sieht Kürzungen und Mindereinnahmen von insgesamt 6,6 Milliarden Euro vor. Dies sei mit der "Troika" der Experten von der EU, der EZB und dem IWF vereinbart worden. Der Ministerrat tagte unter Vorsitz des griechischen Ministerpräsidenten Papandreou. Unter anderem wurden auch die in Griechenland umstrittenen Entlassungen im staatlichen Sektor diskutiert. Konkret geht es um bis zu 30.000 Stellen.