Erstellt am 28. Dezember 2012, 14:21

ATX schließt 2012 deutlich im Plus. Das abgelaufene Börsejahr hat für die Wiener Börse nach einer ausgeprägten Berg- und Talfahrt einen positiven Abschluss gefunden.

Der Leitindex ATX mit den 20 wichtigsten börsenotierten Unternehmen beendete das Jahr mit knapp 2.400 Punkten, mehr als ein Viertel über den 1892 Punkten vom Jahresbeginn. Der ATX lag damit am Jahresende nur knapp unter dem Jahreshoch von 2.415 Punkten.

Von ihren Blütezeiten ist die Wiener Börse trotzdem noch weit entfernt. Das momentane Niveau entspricht nicht einmal der Hälfte des bisherigen Allzeithochs von 4.972 Punkten vom 9. Juli 2007, also gut ein Jahr vor dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2008. Vor der Krise stand der Leitindex zuletzt vor acht Jahren im Jänner 2005 auf dem aktuellen Niveau.

Das Börsejahr 2012 stand auch in Wien ganz im Zeichen der Staatsschuldenproblematik und der weiteren Entwicklungen in der Eurozone. Nach einem vielversprechend Start - innerhalb von nur weniger Wochen kletterte der ATX auf 2.250 Punkte - erfolgt ein erster Einbruch auf gut 2.000 Punkte dem bis zur Jahresmitte ein weiterer auf 1.855 Punkte folgte. Ab Juli zeigte der Trend für die meisten ATX-Unternehmen - immer wieder unterbrochen von zwischenzeitlichen Korrekturen - eindeutig nach oben, ab Mitte November, als sich die Lage in der Eurozone stabilisierte, ging es dann auch in Wien steil bergauf.

Am meisten konnten die Anleger in diesem Jahr mit Aktien der Erste Group Bank verdienen, deren Kurs legte in diesem Jahr knapp 79 Prozent zu. RHI-Aktien stiegen um rund 64 Prozent, AMAG und Andritz legten jeweils um 53 Prozent zu. Auch die Raiffeisenbank International (RBI) kam an die 50 Prozent-Marke heran. Eindeutiger und abgeschlagener Verlierer war die teilstaatliche Telekom Austria, deren Aktie 37,5 Prozent verlor.

Börsen-Chefin Brigit Kuras sprach von einer "wirklich sensationellen" Entwicklung, mit der der ATX sogar den Frankfurter DAX geschlagen habe und auch deutlich vor dem Dow Jones der New Yorker Börse liege.