Erstellt am 17. Juni 2011, 16:27

AUA-Betriebsrat bangt wieder um Teile der Wartung. Im Kampf um Auslastung und Produktivität von Flugzeugtechnik und Werften sind bei der AUA Sorgen um Kapazitäten und Jobs am Standort Wien zurückgekehrt.

Im Kampf um Auslastung und Produktivität von Flugzeugtechnik und Werften sind bei der AUA Sorgen um Kapazitäten und Jobs am Standort Wien zurückgekehrt. Aktueller Anlass: Ausgliederungsideen unter Lufthansa-Federführung. AUA-Betriebsratschef Alfred Junghans will das im Aufsichtsrat am 29. Juni thematisieren, wie er  ankündigte.

Rund 700 Leute hat die AUA-Technik am Standort Wien. Alle halben Jahre tauche eine Idee für eine Neuformierung der Wartung auf. Konkret gehe es um etwa 80 Beschäftigte im Bereich Werkstätten/Komponenten, die outgesourct bzw. unter Lufthansa-Technik geführt werden könnten. Ein Argument, mit dem dies verkauft werde, sei ein Ausbau von Technikarbeiten für Dritt-Airlines. Der AUA-Betriebsrat sorgt sich, dass nur vordergründig das Eigengeschäft nicht betroffen wäre.

Junghans sieht die AUA-Luftfahrttechniker durch den "Flottensalat" seit Jahren im Know-how im Vorteil, und man sei auch günstiger als am deutschen Werftstandort. Freilich: "Was hat es Semperit genutzt, dass sie das zweitproduktivste Werk im Conti-Konzern waren?" Er könne die Position der deutschen Betriebsräte bei der Lufthansa-Technik schon nachvollziehen. Nicht nachvollziehen kann Junghans hingegen, dass die AUA-Wartungsmannschaft den Lufthanseaten nicht beweisen dürfe, dass sie hocheffizient sei.

Würden weitere Teile ausgelagert, so fürchtet der Betriebsrat, müsste die AUA bisher interne Leistungen teuer zurückkaufen. "Es geht um den Standort", argumentiert der Belegschaftsvertreter. Und es gehe um die Sanierungsziele. Die sieht er durch solche Entwicklungen gefährdet. AUA-Sprecher Martin Hehemann bestätigte am Freitagnachmittag, dass das Unternehmen gerade eine Ausgliederung der vom Betriebsrat beschriebenen Aktivitäten (Werkstätten/Komponenten) prüfe.