Erstellt am 11. Januar 2012, 17:51

AUA-Betriebsrat schließt Arbeitskampf nicht aus. Nach der Gewerkschaft GPA geht auch AUA-Bodenbetriebsratschef Alf Junghans mit Airline-Chef Jaan Albrecht auf Kollisionskurs. "Wir werden sicher nicht akzeptieren, dass nur das Personal für die Sanierung der AUA zur Kasse gebeten wird."

Junghans wollte in der "Presse" zwar keine Streikdrohung aussprechen, schließt aber - wie auch der Bordbetriebsrat - einen Arbeitskampf nicht aus.

Verhandlungsbereit gibt sich Junghans, "wenn es um einen modernen Kollektivvertrag geht, etwa um eine andere Verteilung des Lebenseinkommens". Es gehe aber nicht an, den bestehenden Kollektivvertrag, der bis Ende 2012 gelte, auf Zuruf zu kippen. Seit der Übernahme der AUA durch die Lufthansa wurden 2009 und 2010 schon drei Sparpakete vereinbart. Eines davon enthält den Gehaltsverzicht von fünf Prozent über fünf Jahre. "Ein Sparpaket vom Sparpaket gibt's nicht", deponierte Junghans.

Für die Mitarbeiter am Boden wurde bei der letzten KV-Runde eine gestaffelte Inflationsabgeltung vereinbart. Als Zugeständnis an die prekäre Lage der AUA seien diese Zahlungen aber 2011 ausgesetzt und erst im Dezember begonnen worden. Junghans ortet darin auch einen Grund, warum die Personalkosten heuer stärker steigen dürften.

Allerdings bezweifelt er auch die Berechnungen des Managements. Der neue Konzernchef Albrecht hat am Dienstag vorgerechnet, dass die Personalkosten der AUA heuer ohne Sparmaßnahmen um 7 Prozent auf 439 Mio. Euro steigen würden.