Erstellt am 25. Januar 2013, 13:27

AUA-Betriebsrat schließt Kampfmaßnahmen nicht aus. Bei einer gemeinsamen Betriebsversammlung von AUA-Luft- und Bodenpersonal am Freitag in Wien haben 1.200 Mitarbeiter weitere Kampfmaßnahmen nicht ausgeschlossen.

Grund für den Unmut der AUA-Mitarbeiter sind der angekündigte Abbau von 150 Mitarbeitern und gleichzeitige Lohnerhöhungen von mehr als zehn Prozent im Management, was die AUA-Führung allerdings bestreitet.

Auch Tyrolean-Mitarbeiter waren am Freitag in Wien und versammelten sich auch in Innsbruck. "Das Unternehmen muss aus dem Dreck gezogen werden", sagte Luft-Betriebsratschef Karl Minhard bei einer Pressekonferenz in Wien-Schwechat. Mitarbeiter würden unter Druck gesetzt, es herrsche Angst.

Der kurz vor Weihnachten angekündigte Abbau von 150 Mitarbeitern aus dem kaufmännisch-technischen Bereich heuer - ohne jegliche Begleitmaßnahmen - sei auf diese Art und Weise inakzeptabel. Vor allem, weil es nach Angaben des Betriebsrates für Bereichsleiter der AUA Lohnerhöhungen von mehr als zehn Prozent gegeben habe - was die AUA allerdings bestreitet, wie ein Sprecher sagte.

Bodenpersonal-Betriebsratschef Alfred Junghans, der im AUA-Aufsichtsrat und -Vergütungsausschuss sitzt, wollte auf die Frage zu den vom Unternehmen bestrittenen Gehaltserhöhungen seine "Verschwiegenheitspflicht" zum Aufsichtsrat "nicht brechen" und sagte, Bereichsleiter-Gehälter seien dort auch kein Thema.

"Wir sind gesprächsbereit, wollen das Unternehmen gemeinsam sanieren - was wir laufend bewiesen haben", so Minhard. "Wir schließen jetzt Kampfmaßnahmen aber nicht mehr aus. Wir machen ein letztes Angebot für konstruktive Gespräche, wir stehen zum Sanierungskurs, irgendwann muss der Zynismus enden!" Die Gewerkschaften unterstützten die Betriebsräte. Für die Mitarbeiter, die abgebaut werden, wird ein Sozialplan gefordert.

In einer Petition fordern Boden- und Luftpersonal unter anderem einen nachhaltigen Sanierungsplan für das Unternehmen über 2015 hinaus.