Erstellt am 31. Oktober 2012, 08:24

AUA bis September erstmals wieder schwarz. Die üblicherweise stärkeren Sommermonate und erste Früchte des harten Sparprogramms haben der AUA (Austrian Airlines) für die ersten neun Monate 2012 die ersten schwarzen Zahlen seit fünf Jahren gebracht.

Im Gesamtjahr 2012 wird allerdings weiter ein Betriebsverlust erwartet. Der "echte Turnaround" ist vom Vorstand weiter für 2013 angepeilt. Wie die österreichische Lufthansa-Tochter am Mittwoch mitteilte, lag im 3. Quartal das bereinigte operative Ergebnis mit 61,1 Millionen Euro fast doppelt so hoch wie im 3. Quartal des Vorjahres (31,6 Mio. Euro). Grund dafür waren nach AUA-Angaben volle Flieger über den Sommer und die Kostenbremsen.

Auch von Jänner bis September blieb bereinigt ein kleiner operativer Gewinn von 5,9 Mio. Euro über, nach einem Betriebsverlust von 31,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Im ersten Halbjahr hat die AUA dank eines bilanziellen Sondereffekts in dreistelliger Millionenhöhe (Umstellung im Pensionssystem nach dem Betriebsübergang von Austrian auf Tyrolean) schon schwarz bilanziert. Unter Einbeziehung dieser Sondereffekte (also unbereinigt) lag der Betriebsgewinn nach neun Monaten bei 73 Mio. Euro. Mitsamt dieser Sondereffekte wird die AUA deshalb auch im Gesamtjahr 2012 operativ positiv sein, unter Abzug der Sondereffekte noch nicht.

Den Umsatz hat die AUA in den ersten Monaten um 6,4 Prozent auf 1,648 Mrd. Euro angehoben. Die Passagierzahlen legten bis dahin nur um 2,1 Prozent zu.

Die bilanziellen Sondererträge der AUA kamen auch in der Lufthansa-Bilanz per Ende September in einem höheren Ergebnisbeitrag an. Vom Lufthansa-Konzernchef gab es deshalb einen positiven Fortschrittsbericht für die österreichische Tochter. "Austrian Airlines ist in einem schwierigen Restrukturierungsprozess auf einem guten Weg", erklärte Lufthansa-Vorstandschef Christoph Franz in einer Mitteilung Mittwochfrüh.