Erstellt am 03. September 2013, 10:43

AUA-Chef sieht Urteil nicht als Rückschlag. Obwohl das Urteil des Arbeits- und Sozialgerichts zum Betriebsübergang von Austrian auf ihre Regionaltochter Tyrolean am Montag eine Überraschung für ihn gewesen sei, sieht AUA-Chef Jaan Albrecht darin keinen Rückschlag.

"Es ist ein Urteil, das in erster Instanz ausgesprochen wurde, und es ist nicht rechtskräftig", sagte Albrecht am Dienstag im Ö1-"Morgenjournal" des ORF-Radio. Der Chef der Airline kündigte bereits gestern an, alle rechtlichen Schritte dagegen einleiten zu wollen. "Wir werden in Berufung gehen, aber genauso wichtig ist für uns der Verhandlungsweg."

Um die Personalkosten zu senken, hatte die in Innsbruck ansässige Tyrolean mit 1. Juli 2012 den gesamten Flugbetrieb der Austrian Airlines übernommen. Nach gekündigten Kollektivverträgen und heftigen Protesten folgte eine Klagsflut des Betriebsrates. AUA-Boss Albrecht geht nach wie vor davon aus, dass hier rechtmäßig gehandelt wurde, wie er am Dienstag sagte.

AUA "auf gutem Weg"

Die Fluglinie sieht er trotz widriger Umstände "auf gutem Weg". "Wir haben große Fortschritte gemacht und sind in greifbarer Nähe, dass die AUA in diesem Jahr schwarze Zahlen schreiben kann", so Albrecht. Und zwar nicht nur durch Einmaleffekte, sondern auch nachhaltig. Im Vorjahr machte die AUA aufgrund "gesunkener Zahlungsverpflichtungen" einen Sondergewinn von 82 Mio. Euro.

Ob er gehen würde, sollte die Fluglinie in den nächsten Instanzen nicht recht bekommen? "Das ist für mich persönlich absolut kein Thema", meinte Albrecht. Es sei ein schwieriger Weg, und er sei auch "vollkommen bereit", diesen Weg weiter zu gehen.