Erstellt am 02. August 2012, 08:43

AUA-Gewinn dank Einmaleffekten. Die Austrian Airlines (AUA) fliegen zwar nach wie vor hoch in den roten Zahlen. Für das erste Halbjahr 2012 weist die österreichische Lufthansa-Tochter nun aber überraschend einen operativen Gewinn von 26 Mio. Euro aus.

Der ist nur einem bilanziellen Einmaleffekt zu verdanken. Bereinigt um diesen gab es bei der AUA im Halbjahr nach Lufthansa-Rechnung einen operativen Verlust von 56 Mio. Euro.

Der Gewinn wurde durch hohe bilanzielle Sondererträge wegen des AUA-Betriebsübergangs auf Tyrolean, wegen "zukünftig geringer Vorsorgeverpflichtungen wie Jubiläums-, Abfindungs- und Pensionszahlungen", erreicht. Auf der anderen Seite gab es belastende Einmalaufwendungen wegen Abfindungen. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2011 verlor die AUA operativ 64 Mio. Euro. Im ersten Quartal 2012 allein gab es sogar 67 Mio. Euro Rekord-Verlust.

Die Lufthansa hat der AUA eine zur Restrukturierung nötige Kapitalerhöhung über bis zu 140 Mio. Euro zugesagt, geknüpft an Bedingungen. Wie von der deutschen Mutter weiter berichtet wurde, wurde im Juli die erste Tranche von 70 Mio. Euro umgesetzt.