Erstellt am 14. März 2013, 08:11

AUA mit 65 Mio. Betriebsgewinn. Die österreichische Lufthansa-Tochter AUA (Austrian Airlines) meldet für das Jahr 2012 einen operativen Gewinn.

Das lag aber ausschließlich an hohen bilanziellen Sondereffekten, die mit dem Flugbetriebsübergang von Austrian auf die kostengünstiger operierende Tyrolean vom Juli zusammenhingen. Bereinigt um diese Einmaleffekte gab es weiter einen Betriebsverlust.

"2012 war ein hartes Jahr", schrieb AUA-Chef Jaan Albrecht Donnerstagfrüh in einer Mitteilung." Das Sanierungsprogramm habe die Grundlage für den Turnaround geschaffen. "Wir wollen noch heuer in die schwarzen Zahlen fliegen", kündigte Albrecht an, "ohne Sondereffekte".

Wie die AUA berichtete, wurde trotz einer neuerlichen Kostenlawine aus Flugsteuer und Spritpreissteigerung von zusätzlich 94 Mio. Euro der Betriebsverlust von 59 Millionen Euro auf 10,2 Mio. Euro (bereinigt) reduziert. Im Wesentlichen durch besser ausgelastete Flugzeuge und Kosteneindämmung.

Zähle man den Einmaleffekt aus dem Restrukturierungsprogramm und der Flugbetriebszusammenlegung dazu, ergebe sich für 2012 ein unbereinigtes positives operatives Ergebnis von 65 Mio. Euro. Im Jahresabstand sei das eine Verbesserung um 124 Mio. Euro.

Die per saldo mit 75 Mio. Euro bezifferten positiven Sondereffekte waren laut AUA primär Erträge im Zusammenhang mit künftig geringen Pensionszahlungen sowie geringeren Jubiläumsgeld- und Abfertigungsverpflichtungen. Im Gegenzug fielen 2012 höhere Abfertigungen nach den Abgängen von Piloten und Flugbegleitern an.

Ende Dezember hatte die AUA 6.236 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.777), 8 Prozent weniger als ein Jahr davor. Wegen des Betriebsübergangs sind knapp 120 AUA-Piloten und fast 220 Flugbegleiter abgesprungen. Heuer nimmt die AUA wieder 150 Leute auf.

Die operativen Gesamterlöse stiegen 2012 nach Unternehmensangaben um 4,4 Prozent auf 2,259 Mrd. Euro.