Erstellt am 27. Oktober 2010, 18:30

AUA-Mutter Lufthansa fliegt wieder in der Gewinnzone. Die deutsche Lufthansa, Konzernmutter der AUA, ist nach den ersten drei Quartalen 2010 wieder in der Gewinnzone.

Unter dem Strich verdiente der Konzern 524 Mio. Euro, im Vorjahreszeitraum waren es 31 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Für das erste Halbjahr 2010 hatte der Konzern angesichts eines Pilotenstreiks und tagelanger Flugausfälle wegen der Vulkanasche aus Island noch 104 Mio. Euro Verlust ausgewiesen.

   Der Umsatz kletterte in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres kräftig um knapp 25 Prozent auf 20,2 Mrd. Euro. Dies ist auch die Folge des Zukaufs der österreichischen Fluglinie Austrian Airlines (AUA), die erst seit September 2009 in den Konzernzahlen enthalten ist.

   "Angesichts des bisherigen Geschäftsverlaufs und der derzeit anhaltend stabilen Nachfrageentwicklung" erhöhte das Management auch die Prognose. Inzwischen geht der Vorstand von einem operativen Ergebnis für das Gesamtjahr von mehr als 800 Mio. Euro aus.

   Das Nettoergebnis für die ersten drei Quartale lag rund zwei Drittel höher als Analysten im Schnitt erwartet hatten. Der Kurs der Lufthansa-Aktie sprang nach Veröffentlichung der Daten in die Höhe und schloss im Xetra-Handel 1,85 Prozent im Plus bei 15,43 Euro.

   Das Neunmonatsergebnis reflektiere zum einen die erfolgten Kosteneinsparungen. Zum anderen gebe es aber auch eine erfreuliche Nachfrageentwicklung im dritten Quartal, vor allem im Fracht- und interkontinentalen Passagiergeschäft.

   Einzelheiten der Quartalsbilanz will das Unternehmen an diesem Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Frankfurt vorstellen. Dies dürfte der letzte Quartalsbericht von Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber sein, der zum Jahresende in den Ruhestand geht. Sein Nachfolger ist der bisherige Lufthansa-Vize Christoph Franz, der sich unter anderem mit der Sanierung der Lufthansa-Tochter Swiss einen Namen gemacht hat.