Erstellt am 27. April 2012, 22:07

AUA-Personal von neuem KV nicht angetan. Das fliegende Personal der AUA ist offenbar von den ihnen vorgelegten Vorschlägen für einen neuen Kollektivvertrag wenig begeistert.

Die große Mehrheit der AUA-Mitarbeiter kritisiert aber, dass zu viele Details der Einigung noch nicht bekannt sind. Insbesondere sei noch unklar, ob die Abgeltungszahlung wie eine Abfertigung mit sechs Prozent besteuert wird, oder doch mit bis zu 50 Prozent.

Auch die Teilzeitregelung für Mütter scheint unklar. Deshalb ist eine Zustimmung bis Montag - der Frist der AUA - ungewiss. Das ergaben die bisherigen Informationsveranstaltungen für Mitarbeiter nach Angaben von "Standard" und "Austrian Aviation Net".

Unter der Drohung des AUA-Managements, das fliegende Personal mit massiven Einkommenseinbußen zwangsweise in die Regionalflugtochter Tyrolean überzuführen, hat der Betriebsrat einem Sparpaket zugestimmt, das deutliche Gehalts-, Pensions- und Abfertigungskürzungen vorsieht, die alten Ansprüche aber zumindest ablöst.

Nun soll es zu den Details am Samstag weitere Verhandlungen zwischen Management und Betriebsrat geben, schreibt "Aviation Net". Bis Montagmittag soll die Abstimmung über Internet über die Bühne gehen. Allerdings werde bei der AUA auch eine Verlängerung der Frist nicht ausgeschlossen, damit wolle man eine bessere Information der Mitarbeiter ermöglichen, schreibt der "Standard". Es müssten 75 Prozent der Mitarbeiter mit "alten", hoch dotierten Verträgen der Einigung zustimmen, damit sie in Kraft treten kann. Bei Mitarbeitern, deren Verträge unter den neueren KV fallen, würde eine einfache Mehrheit reichen.