Erstellt am 10. Februar 2012, 09:53

AUA ringt in Lufthansakonzern um Sanierung. Die deutsche Lufthansa informiert die Arbeitnehmer im Konzern in diesen Tagen über Details eines neuen Sparpakets, mit dem der Vorstand das Ergebnis um 1,5 Mrd. Euro bessern will.

Die Töchter sollen enger mit der Zentrale verzahnt werden, etwa bei Einkauf oder Controlling. Am Freitag erwarten auch die Arbeitnehmer-Aufsichtsräte der AUA (Austrian Airlines) Auskunft, wie es weitergeht.

Der nächste Aufsichtsrat zum AUA-Sparkurs ist in Wien-Schwechat am 29. Februar. Da will der Vorstand schon erste Verhandlungsergebnisse berichten. Nach bisher bekannten Plänen plant die Lufthansa eine engere Integration ihrer Töchter Austrian Airlines, Swiss, Germanwings und Brussels Airlines. Die Flugpläne könnten enger aufeinander abgestimmt, zudem Technik, Verwaltung und IT-Systeme zentralisiert werden.

"Man wird voraussichtlich weniger Wert auf die Eigenständigkeit der Gesellschaften legen als bisher, meinte der Analyst der Frankfurter Metzler-Bank, Jürgen Pieper, gegenüber deutschen Medien. In der Vergangenheit habe die Lufthansa der AUA oder der mittlerweile verkauften British Midlands (bmi) eine zu lange Leine gelassen. Profitabel war hingegen die Swiss unterwegs.

Die AUA muss nicht nur beim Personalaufwand wieder sparen, auch von Zulieferern, Flughafen oder Behörden (z.b. Austro Control, Finanz) werden Gebührenzugeständnisse gewünscht. Zur Kollektivvertragsreform ist ein massiver Streit mit der Gewerkschaft entbrannt. Trotzdem gibt es mittlerweile wieder Verhandlungstermine. Laut der Zeitung "Österreich" trifft man sich am 14. Februar.